B.A. Soziale Gerontologie, berufsbegleitend

Der B.A. Soziale Gerontologie legt einen in der deutschen Studienlandschaft einmaligen fachlichen Schwerpunkt auf die psychosoziale Situation von vulnerablen, chronisch kranken und jenen alten Menschen, für die Konzepte von Unterstützung und Begleitung bislang noch weitgehend fehlen, wie z.B. alte Menschen mit Behinderungen, psychisch kranke alte Menschen oder alte Menschen mit Migrationshintergrund.

Gefördert durch Bund, Länder und Europäische Union haben wir ein Studienkonzept entwickelt, indem Sie die wissenschaftliche und methodische Expertise erhalten, um an der Schnittstelle von Gesundheit, Pflege und Sozialer Arbeit die Herausforderungen im gerontologischen Praxisfeld qualifiziert, innovativ und lebensweltorientiert mitgestalten zu können. So tragen Sie durch ihr berufliches Handeln zum Erhalt von Autonomie und zur Wahrung der Würde älterer Menschen, auch und gerade in ihrem letzten Lebensabschnitt, bei.

Begleitung in der Studieneingangsphase

Der Studiengang beginnt mit einer sorgfältig konzipierten Studieneingangsphase, in der Sie auf Basis Ihrer vorhandenen Kompetenzen und von studentischen Tutor*innen begleitet in das wissenschaftliche Arbeiten eingeführt werden. In dieser Studienphase ermöglichen Ihnen orientierende Lehrangebote die Reflexion und (Weiter-)Entwicklung einer spezifischen wissenschaftlichen Haltung und professionellen Identität.

Kombination von Lernen und Praxis

Sie lernen in diesem Studium konsequent interdisziplinär, problemorientiert und fallbezogen. Hochschulisches Lernen und Praxiserfahrung ergänzen sich gewinnbringend und Sie profitieren dabei zusätzlich von flexiblen Lernorten und Zeiten. Besonders wichtig ist uns dabei, dass Sie Ihre beruflichen Erfahrungen und Kompetenzen in die Lehre einbringen und in Praxisprojekten weiterentwickeln können.

Fachliche Schwerpunktsetzung

In der zweiten Studienhälfte setzen Sie durch Wahlangebote Ihre eigenen fachlichen Schwerpunkte. Hier steht die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen aus den Bereichen Sterbebegleitung und Palliative Care (Palliative Geriatrie) im Mittelpunkt. So bilden Sie gezielte Expertise für die vielfältigen Herausforderungen bei der Betreuung und Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie

Sie können diesen Studiengang in acht Studienhalbjahren als Teilzeitstudiengang absolvieren (unter besonderen Umständen kann auf eine Studienzeit von schs Semstern verkürzt werden). Die Lehre findet blockweise in bis zu fünf Präsenzphasen pro Semester statt. Ihr Selbststudium unterstützen wir mit Blended-Learning-Elementen und gut strukturierten Lehrmaterialien. So haben Sie genug Flexibilität, um Studium, Beruf und Familie miteinander zu verbinden. Außerdem können Sie durch die Anrechnung pflegerischer Ausbildungsinhalte oder entsprechend nachgewiesener Kompetenzen Ihre Studienzeit verkürzen. Wir beraten und unterstützen Sie gerne bei der erfolgreichen Gestaltung Ihres persönlichen Studienweges.

Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über die verschiedenen Studienbereiche, die im Verlauf des modularisierten Studienprogramms behandelt werden. Ausführliche Informationen zu den konkreten Lehr- und Lerninhalten der jeweiligen Semester bietet Ihnen das Modulhandbuch zum Studiengang.

Fachwissenschaftliche Grundlagen

  • Soziale Gerontologie als Teil der Altersforschung 
  • Propädeutik und Konzepte zur  Stärkung, Unterstützung, Begleitung und Inklusion multimorbider, vulnerabler, älterer Menschen
  • Palliative Konzepte

Methodisches Handeln

  • Ökologische Interventionsansätze und Salutogenese
  • Gelingende Kommunikation, Moderation, Beratung und Beziehungsgestaltung
  • Projektentwicklung 

Theoretisch-konzeptuelle Beiträge relevanter Disziplinen

  • Sozialarbeitswissenschaft, Soziologie, Sozialrecht
  • Psychologie, Pädagogik
  • Anthropologie, Theologie, Ethik

Nach dem Bachelorstudiengang Soziale Gerontologie sind Sie mit umfassenden sozialprofessionellen Kompetenzen ausgestattet und gut gerüstet für eine erfolgreiche Tätigkeit in einem sich neu entwickelnden Berufsfeld.

Ganz konkret sind Sie in der Lage

  • Unterstützungsarrangements im Kontext von Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit auf der Basis profunder Kenntnisse der rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen der Altenhilfe zu planen und zu koordinieren.
  • ihr fachliches Handeln theoretisch-methodisch zu begründen
  • ältere Menschen, ihre Angehörigen und weitere Akteure, auch in prekären und krisenhaften Situationen, auf der Basis spezifischer Handlungskonzepte zielführend zu beraten.
  • auch mit multimorbiden und (kognitiv) beeinträchtigten alten und hochaltrigen Menschen, sensibel und angemessen zu kommunizieren
  • Strukturen und Dienste im sich rasch wandelnden Feld der Altenarbeit und Altenhilfe konstruktiv weiterzudenken
  • flexibel auf neue Bedarfe zu reagieren, innovative Konzepte zu entwickeln und diese praxisgerecht zu implementieren.
  • in einem von Beeinträchtigungen und Verlusten geprägten Feld den Blick auf Ressourcen und Potenziale zu richten und diese systematisch zu fördern.
  • Ihre eigene Einstellung und Haltung zu Alter(n), Vergänglichkeit, Leiden, Tod und Sterben zu explorieren und deren Bedeutung für das eigene Praxishandeln kritisch zu reflektieren.

Der Studiengang eröffnet Ihnen berufliche Perspektiven in einer Vielzahl von Berufsfeldern, wie zum Beispiel in den Bereichen

  • des Pflege- und Gesundheitswesens
  • der Altenhilfe und Altenarbeit
  • der Kommunal- und Ministerialverwaltungen
  • der Lehrtätigkeit in der Aus-, Fort- und Weiterbildung

Konkret können Sie beispielsweise eine Stelle als Referent*in für Altenhilfe bei Wohlfahrtsverbänden und Selbsthilfeorganisationen, als Pflegeberater*in in einem Pflegestützpunkt, als Bereichsleiter*in in einer Einrichtung oder für Schnittstellenmanagement sein.

Darüber hinaus werden sich in den kommenden Jahren neue Arbeitsfelder an der Schnittstelle von Pflege und Sozialer Arbeit entwickeln, die erweiterte Kompetenzen für Beratung und Vernetzung, Leitung und Koordination und innovative Weiterentwicklung benötigen. Hierfür sind Sie mit diesem Studiengang bestens gerüstet!

Für Ihre Fragen zum B.A. Soziale Gerontologie steht Ihnen Prof. Dr. Claudia Schacke zur Verfügung.

Allgemeine Fragen zum Studium an der KHSB beantwortet die Studienberatung.

Fragen zu Bewerbungsunterlagen und Zulassung richten Sie bitte an das Studierendensekretariat.

Informationen zur Bewerbung an der KHSB

Ihr Aufnahmeantrag für B.A. Soziale Gerontologie Dieser Antrag kann auch als Antrag auf Zugangsprüfung bzw. als Antrag auf Einstufungsprüfung verwendet werden.

Studiendauer
8 Semester Regelstudienzeit, 6 Semester nach Anrechnung von Berufserfahrung
Studienform
Berufsbegleitend; i.d.R. 4 Präsenzwochen á 5 Tage im Semester
Module / Credits
10 / 180
Abschluss
Bachelor of Arts
Studienplätze
30
Praxis
Projektmodul
Besondere Voraussetzungen
Einschlägige Ausbildung und mind. 1 Jahr Berufserfahrung
Bewerbung
01. Oktober - 15. Januar
Zugangsprüfung
Studienstart
Sommersemester
Präsenztermine