Projekt Ethisches Monitoring (SEVERAM)

Projektinformationen
Projekt Ethisches Monitoring (SEVERAM)
Startdatum: 
01.05.2009
Enddatum: 
31.12.2012
Abstract: 

Das Ethische Monitoring ist ein Teilprojekt des Forschungs- und Entwicklungsprojekts „Sektorenübergreifende Versorgung älterer Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt in Potsdam – SEVERAM“ und wurde als Querschnittsperspektive durchgehend in den Forschungs- und Entwicklungsprozess integriert.  Ziel des Ethischen Monitoring war es zum einen, moralische Dilemmata und ethisch relevante Probleme der Versorgung und des Übergangsmanagement zu identifizieren. Im Projektzeitraum 2009 bis 2012 wurden auf der Grundlage von ausgewählten Daten – die im Rahmen des Gesamtprojekts erhobenen wurden – und auf der Basis eigens erhobener Experteninterviews die ethischen Dimensionen der sektorenübergreifenden Versorgung älterer Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt in Potsdam analysiert. Das Ethische Monitoring verfolgte dabei zwei Ziele: Erstens ging es um die Analyse und die Systematisierung der normativen Infrastruktur und moralischen Deutungsmuster unterschiedlicher Versorgungssettings und zweitens um die Entwicklung von Implementierungsstrategien ethischer Diskurse in der Praxis, die aus ethischer Perspektive eine Qualitätsoptimierung ermöglichen. Auf der Grundlage der ethischen Reflexion des empirischen Materials wurde der Versuch unternommen, für die in der Praxis tätigen Akteurinnen und Akteuren Räume zu schaffen, in denen die spezifische Situation ältere Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt ethisch reflektiert werden kann.  Das Ethische Monitoring orientierte sich dabei selbst an dem Menschenrecht auf gute Pflege (als Bestandteil des Rechts auf Gesundheit) und an einem menschen- und lebensqualitätsbasierten Verständnis einer qualitätsorientierten Versorgung an. Es wurde die normative Auffassung vertreten, dass die menschliche Würde erst mit der Durchsetzung von Freiheits-, Teilhabe- und Gleichheitsrechten erfahrbar und konkret wird.  Auf dieser Grundlage konnte ein Vorschlag für institutionelle Strategien der Implementierung ethischer Reflexionsformen in der Praxis erarbeitet werden.

Verbundkoordination: 
Prof. Dr. Karlheinz Ortmann, Prof. Dr. Ralf-Bruno Zimmermann
Projektleitung
Projektleitung KHSB: 
weitere Mitarbeiter*innen: 
Andrea Nachtigall
Administration
Projekt Status: 
Abgeschlossen
Mittelgeber: 
BMBF (SILQUA-FH)