Veranstaltungen anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Geschlechtsbezogene Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist nach wie vor die weltweit am weitesten verbreitete Menschenrechtsverletzung. In Deutschland ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal in ihrem Leben Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Dabei sind Frauen aller sozialen Schichten betroffen (Quelle: BMFSFJ). Auch lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche, transgender, intersexuelle bzw. queere Menschen sind in besonderem Maße von geschlechtsbezogener Diskriminierung und Gewalt betroffen. Am 25. November findet mit dem Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen jährlich ein Gedenk- und Aktionstag statt, um öffentlich das weltweite Ausmaß und die Formen der Gewalt gegen Frauen zu skandalisieren und ein Zeichen gegen Diskriminierung und jede Form von Gewalt gegen Frauen zu setzen.

Historisch geht dieser Gedenktag auf die drei Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal zurück, die am 25. November 1960 auf Befehl des Diktators Trujillo vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik verschleppt, gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden. Die KHSB erinnert anlässlich des 25. November an das Schicksal dieser und vieler weiterer Frauen weltweit und setzt ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen.

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November finden folgende Veranstaltungen statt.

Donnerstag, 24.11.2022, 14:30–18:00 Uhr, Aula, ausgebucht.
Freitag, 16.12.2022, 9:30–13:30 Uhr, Bewegungsraum, ausgebucht.
Wenn noch ausreichend Plätze zur Verfügung stehen erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung eine Teilnahmebestätigung für den Kurs. Beide Kurse sind Basiskurse.

max. Personenzahl: 10 Personen je Kurs

Anmeldung: Da die Personenzahl begrenzt ist, bitten wir um verbindliche Anmeldung unter dem obenstehenden Link. Sollten Sie wieder Erwarten doch nicht am Kurs teilnehmen können, bitten wir um Mitteilung an frauenbeauftragte@khsb-berlin.de, damit der Platz an jemand anderes vergeben werden kann. Der Kurs ist kostenfrei.
Bitte bringen Sie bequeme Kleidung, warme (Stopper-) Socken oder Indoor-Turnschuhe (der Raum darf mit Straßenschuhen nicht betreten werden), sowie einen Snack für zwischendurch mit.

Mit Astrid Zink: Astrid Zink ist Wendo–Trainerin, Dipl. Pädagogin, Mediatorin und Systemische Beraterin (DGSF). Sie bietet Wendo-Kurse für Frauen*, Mädchen*, Trans*, Inter* und nicht binäre Personen sowie für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und besonderen Befähigungen an.

Beschreibung: Wendo entstand aus dem Gedanken, dass eine effektive Art der Selbstverteidigung von der geschlechtsspezifischen Sozialisation von Frauen ausgehen sollte. Wendo ist ein wichtiger Baustein von Gewaltprävention und setzt sich zusammen aus Selbstverteidigung und Selbstbehauptung. Neben leicht erlernbare Verteidigungs-, Tritt- und Schlagtechniken schulen die Teilnehmenden ihre Wahrnehmung hinsichtlich subtiler Grenzverletzungen im Alltag. In den Kursen gibt es die Möglichkeit, alte Verhaltensmuster zu hinterfragen und neue Strategien der Selbstbehautptung auszuprobieren. Ziel ist, dass die Teilnehmenden gestärkt und mit einer positiven Grundenergie aus dem Kurs gehen. Die Kurse sind offen für Frauen*, Lesben*, Inter*, Trans* und nicht binäre Menschen.

Online Veranstaltung
Donnerstag, 24.11.2022, 14:00–15:30 Uhr

Anmeldung: Der Vortrag ist eine Kooperationsveranstaltung der ASH und der Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Berliner Hochschulen (LakoF Berlin). Um Anmeldung unter frauenbeauftragte@ash-berlin.eu wird gebeten. Der Link zur Veranstaltung wird Ihnen dann zugeschickt.

Mit Nivedita Prasad und Stefanie Zacharias: Nivedita Prasad ist Professorin für Handlungsmethoden und genderspezifische Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Stefanie Zacharias ist Leiterin der Betroffenenberatung HateAid.

Beschreibung: Nicht erst seit der Corona-Pandemie werden soziale Interaktionen vermehrt in mediale Räume verlagert. In Onlineräumen finden Diskriminierungen und Grenzüberschreitungen gegenüber Frauen und von Diskriminierung besonders betroffenen Personen neue Ausdrucksformen und Betroffene sind vor Herausforderungen gestellt, wie sie die erlebte Gewalt definieren und dokumentieren können.
Bei dieser Veranstaltung wird Nivedita Prasad, Professorin der Alice Salomon Hochschule Berlin gemeinsam mit Stefanie Zacharias, der Leiterin der Betroffenenberatung HateAid, Einblicke in den Themenkomplex geben. Während Nivedita Prasad einen wissenschaftlichen Blick auf die Ursachen und Ausprägungen geschlechtsspezifischer digitaler Gewalt wirft, erläutert Stefanie Zacharias, wie sich Betroffene verhalten können und welche Unterstützungsstrukturen es gibt.

Dienstag, 10.01.2023, 14:00-17:00 Uhr, verbindliche Anmeldung

Mit Brigitte Seifert-Taglieber: Brigitte Seifert-Taglieber ist Diplompädagogin und Mediatorin und arbeitet als Koordinatorin bei BIG e.V.. Sie bringt Erfahrungen aus vielen Jahren Bildungsarbeit an Schulen im Bereich Gewaltprävention und aus ihrer mehrjährigen Anstellung in der Jugendhilfe mit und ist als insoweit erfahrene Kinderschutzfachkraft nach § 8 a SGB VIII und als Traumapädagogin ausgebildet.

Beschreibung: Im Rahmen dieses Seminars wird Grundlagenwissen zum Thema Kinder und häusliche Gewalt vermittelt. Anhand von praxisorientierten Fallbeispielen werden in Kleingruppen Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Dies soll die Teilnehmenden im sicheren und kompetenten Umgang mit Fällen (vermuteter) häuslicher Gewalt unterstützen.