Zertifikatskurs Psychosoziale Beratung und traumasensible Arbeit im Kontext politischer Verfolgung und Unterdrückung

Diese Weiterbildung in fünf Modulen à zwei Tage bietet eine Einführung in die Konzepte und Methoden der psychosozialen Beratung in Kontext spezifischer Begleitung für Diktatur-Opfer und ihrer Angehörigen. Dieses Rahmencurriculum ist mit guten Evaluierungsergebnissen  durchgeführt worden für Mitarbeiter*innen, die Beratungen für Personen leisten, die spezifische Verfolgungserfahrungen haben. Die erworbenen Kompetenzen bilden eine Grundlage, die durch vertiefende Fortbildungen weitergeführt und durch regelmäßige Supervision begleitet werden sollten.
Ziel der Weiterbildung ist die Befähigung zur traumasensiblen Beratung innerhalb des Netzwerks für Diktatur-Folgen-Beratung.

Dieses Rahmencurriculum kann auf Wunsch auf die Anforderungen spezieller Handlungsfelder konkretisiert werden.

Inhalte u.a.:

  • Gesprächsführung, Beratungsmethoden (die Methodik des helfenden Gesprächs und die Rolle des Beratenden)
  • Emotionalität (das Zusammenspiel zwischen Gefühl und Beziehung)
  • Einführung in die Psychopathologie (Unterscheidung zwischen Neurose und Psychose, also der geistigen und seelischen Erkrankung)
  • Ethische Grundfragen (persönliche Erfahrungen im politischen Kontext von Systemunrecht)
  • Einführung in die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit Entschädigung und Rehabilitierung
  • Geschichte der DDR, insbesondere Organisationsformen und Wirkungsgeschichte des MfS
  • Seelsorgliche Begleitung Traumatisierter
  • Selbsterfahrung, Gruppengespräche (eigenes Erleben sozialer Prozesse in der Gruppe, Einführung in die Supervision)

Dauer: 5 Blöcke mit jeweils zwei Tagen (Fr. und Sa., jeweils von 9.00 – 17.00 Uhr)

Kosten: ca. 1600,- EUR

Foto: KHSB

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