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Herzlich willkommen beim Projekt PURFAM: 

„Potenziale und Risiken in der familialen Pflege alter Menschen“ 

Die Erkenntnis, dass die Betreuung chronisch kranker älterer Menschen für die Angehörigen potenziell mit erheblichen negativen psychischen, sozialen, materiellen und gesundheitlichen Konsequenzen verbunden ist, kann mittlerweile als gesichert gelten. 
Ein weiteres mit der familialen Pflege verbundenes Risiko, das bislang nur selten untersucht wurde, ist die Misshandlung des Pflegebedürftigen durch den pflegenden Angehörigen. Zu gewalttätigen Handlungen in der Pflege zählen nicht nur körperliche und seelische Misshandlung, sondern auch Vernachlässigung, materielle Ausbeutung sowie die Einschränkung des freien Willens des Pflegebedürftigen. 

Maßnahmen, die sich gezielt auf die Prävention von und Intervention bei Gewalt und Misshandlung in der familialen Pflege richten, sind in Deutschland bislang selten. Das Ziel des Projekts PURFAM ist die Optimierung des Praxishandelns mit Schwerpunkt auf Gewaltprävention durch Früherkennung und Ressourcenstärkung.

Unter Berücksichtigung internationaler Best-Practice-Ansätze wird eine Präventionsmaßnahme entwickelt, bundesweit in Praxiseinrichtungen der ambulanten Pflege implementiert und evaluiert. 

PURFAM wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und läuft von Dezember 2009 bis März 2013.

Nähere Informationen zum Projekt finden Sie im PURFAM-Kurzinfo
und im Kurzbericht vom Juni 2012.

Im Rahmen des Projektes wurden Fortbildungen für MitarbeiterInnen von ambulanten Pflegediensten durchgeführt. Schwerpunkt war der Umgang mit häuslichen Pflegesituationen, die von familiärer Gewalt bedroht sind.

Die Fortbildung vermittelt Wissen zu folgenden Themen:
• Modul 1: Basiswissen Gewalt in der Pflege
• Modul 2: Früherkennung und Dokumentation
• Modul 3: Rechtliche Aspekte
• Modul 4: Intervention 

Weitere Informationen dazu enthält der Ankündigungsflyer.

In der letzten Projektphase wird ein Manual erstellt, das dazu dienen soll, die Erkenntnisse aus dem Projekt und die entwickelten Assessment-Instrumente in die Praxis zu transferieren.

Gerne halten wir Sie mit dem PURFAM-Newsletter über das Projekt auf dem Laufenden. Schicken Sie bei Interesse einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Newsletter" an: marion.bonillo(at)khsb-berlin.de.

Aktuelles aus dem Projekt

Nach Abschluss der PURFAM-Fortbildungen erfolgt aktuell die Auswertung der begleitenden Evaluation.

Die Ergebnisse daraus fließen ebenso wie die im Projekt gewonnen Erkenntnisse in ein Manual ein, das derzeit erarbeitet wird. Das Manual soll einerseits einen theoretischen Hintergrund zum Thema "Gewalt in der familialen Pflege" vermitteln, andererseits ganz praktisch in die Anwendung des PURFAM-Assessment in der Praxis einführen. Es enthält alle im Projekt entwickelten Instrumente.

Das Manual erscheint voraussichtlich im 2. Quartal 2013 im Kohlhammer-Verlag unter dem Titel:

"Gewalt in der familialen Pflege.
Prävention, Früherkennung, Intervention – ein Manual für die ambulante Pflege"