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Internationalisierungsstrategie

Internationalisierungsstrategie

Unsere Hochschule hat ihre Internationalisierungsstrategie darauf ausgerichtet, Studierenden, Forschenden und Mitarbeitenden weltweit neue Chancen zu eröffnen. Gemeinsam bauen wir Brücken zwischen Kulturen und fördern den internationalen Austausch – für eine weltoffene und zukunftsorientierte Hochschule!

Die Internationalisierungsstrategie der KHSB bildet den Rahmen für die Weiterentwicklung der internationalen Ausrichtung der Hochschule – nach innen und außen. Sie formuliert verbindliche Ziele und Leitlinien für den Zeitraum von 2026 bis 2030. Ein zentraler Schwerpunkt der strategischen Ausrichtung liegt auf der Internationalization at Home. Das bedeutet: Der Fokus verschiebt sich von der reinen Ermutigung zu und der Förderung von Auslandsaufenthalten hin zu internationalen und interkulturellen Lehr- und Lernangeboten auf dem Campus. 

Internationale Perspektiven sind in Lehre, Forschung und Beratung verankert, unter anderem durch die Professur „Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit in der Migrationsgesellschaft“, internationale Projekte, Netzwerke sowie die aktive Mitwirkung internationaler Studierender, Mitarbeitender und Gäste. 

Die internationale und kulturelle sowie die weltanschauliche und religiöse Offenheit bilden den Kern der egalitären katholischen Grundidee. Das Studienplatzangebot richtet sich an alle Interessierten unabhängig von ihrer Herkunft, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Alter und Behinderung. Der staatliche Auftrag besteht in der akademischen Ausbildung in sozialen Professionen für den deutschen Arbeitsmarkt. Dies beinhaltet eine adäquate Vorbereitung der angehenden Fachkräfte auf die von Globalisierung und Migration geprägten Arbeitsfelder. 

Besondere Profilelemente sind der berufsbegleitende BA Soziale Arbeit, der in den letzten Jahren insbesondere auch von internationalen Studienbewerber*innen nachgefragt wurde, sowie der bundesweit einzigartige Anpassungslehrgang Apale für internationale Fachkräfte.

Die Internationalisierung der KHSB wird strategisch durch die Kommission für Internationales und operativ durch das International Office gesteuert. 

Die Strategie stellt das Ergebnis eines partizipativen, internen Revisions- und Planungsprozesses dar, welcher von 2019 bis 2021 im Rahmen einer Audit-Strategiewerkstatt der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) extern begleitet wurde. Auf der Grundlage einer „Strategiewerkstatt Internationales“ im Frühjahr 2025 und einem internen Evaluationsprozess (10.2024–03.2026) wurde die Strategie insbesondere im Bereich der Maßnahmen aktualisiert.

Internationalisierung wird als strategische Querschnittsaufgabe verstanden, an der Akteur*innen in Lehre, Forschung und Verwaltung beteiligt sind. Als Querschnittsaufgabe bedeutet Internationalisierung zum einen die Anpassung der Lehre und der Strukturen des Hochschulalltags an eine zunehmend heterogene Studierendenschaft in allen Bereichen der Diversität und zum anderen eine internationale Ausrichtung der Lehrinhalte und -formate durch die Vermittlung interkultureller Kompetenzen und internationaler Perspektiven innerhalb der Hochschule. Dabei werden Auslandsaufenthalte aller Statusgruppen weiterhin eine wichtige Rolle einnehmen.

Über Erasmus+, PROMOS, DFJW und STIBET I werden Mobilität und Integration gefördert. Die KHSB kooperiert mit 31 Partnerhochschulen in Europa und Israel und entwickelt diese zu „Premiumpartnerschaften“ weiter. 2025 nutzten 1,3 % der Studierenden längere Auslandsaufenthalte, 2,2 % nahmen an Kurzzeitformaten wie Studienreisen, Blended Intensive Programmes (BIPs) oder Collaborative Online International Learning (COILs) teil. 

Zudem engagieren sich Lehrende und Mitarbeitende in internationalen Weiterbildungsformaten. 16,3% der hauptamtlich Lehrenden besuchten im Zeitraum verschiedene Lehr- und Weiterbildungsformate an Erasmus+ Partnerhochschulen, 1,8% der Mitarbeitenden aus Service, Technik und Verwaltung setzen eine Fortbildungsmobilität im Bereich Sprachkompetenz um. 

Gründe für eine weitere Internationalisierung:
  1. Fachliche Notwendigkeit aufgrund voranschreitender Globalisierung, exkludierender Strukturen der Migrationsgesellschaft sowie zunehmender Diversität der Biographien, Orientierungen und Lebenswelten von Zielgruppen sozialer Professionen.
  2. Institutionelle Motivation, eine offene und diskriminierungskritische Hochschulkultur zu schaffen, in der Diversität, Internationalität sowie interkultureller und interreligiöser Austausch selbstverständlich sind.
  3. Ökonomische Notwendigkeit, für junge Menschen auf dem Bildungsmarkt attraktiv zu bleiben und dem Vorurteil eines intoleranten und konservativen Katholizismus mit einem weltoffenen Image zu begegnen.
Strategische Ziele für den Zeitrahmen 2026–2030:
  1. Integration internationaler Aspekte in die Lehre
  2. Gestaltung von Weltoffenheit und Diversität im Hochschulleben
  3. Internationale Vernetzung und Forschung
  4. Auslandsmobilitäten von Einzelpersonen aller KHSB-Statusgruppen

Um die übergeordneten Ziele zur Internationalisierung der KHSB zu erreichen, wurden bestehende und neu zu entwickelnde Maßnahmen identifiziert und den jeweiligen Zielen zugeordnet. 

Bei Querschnittsthemen zu Forschung, Diversität und Nachhaltigkeit werden weitere an der KHSB verabschiedete Strategien, Konzepte und Maßnahmen im internationalen Kontext berücksichtigt. 

 

Ziel 1: Integration internationaler Aspekte in die Lehre

Die große Mehrheit der Studierenden nutzt aus verschiedenen Gründen nicht die Möglichkeit, interkulturelle und internationale Erfahrungen durch längere Auslandsaufenthalte zu machen. Die Integration internationaler Aspekte in die Lehre und in das Hochschulleben soll dazu beitragen, allen Studierenden “at home” eine internationale Perspektive zu vermitteln. Geplant sind daher der Ausbau bzw. die Modifikation bestehender Lehrangebote und die strategische Neuentwicklung von Lehrangeboten.
  • M 1 Professur Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit in der Migrationsgesellschaft, 

  • M 2 Bausteine in allen Studiengängen zu Diversität und ein Studien-schwerpunkt mit internationaler Komponente pro Kohorte in den BA-Vollzeitstudiengängen, der die Option 6. Semester für ein Auslandsaufenthalt bereit hält, und 

  • M 3 im Curriculum verankerte Seminare zum Erwerb von Fremdsprachen.

  • M 4 Entwicklung virtueller und hybrider Lehr-Lernformate im Sinne eines „global digital classrooms“ und einer blended mobility in Form von COIL- und BIP-Programmen,
  • M 5 die Internationalisierung der Lehrangebote und deren curricularer Verankerung bei der nächsten Reakkreditierung und
  • M 6 den Ausbau des Fremdsprachangebots im Fremdsprachenmodul. 

Ein besonderer Fokus soll auf die Entwicklung und Verstetigung der in Maßnahme 4 benannten Formate gelegt werden, die nachfolgend genauer erläutert werden.

„Collaborative Online International Learning (COIL)“ ist ein innovatives Konzept, das die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen aus verschiedenen Ländern fördert, indem es virtuelle Austauschprogramme ermöglicht, die Studierende aus unterschiedlichen Hochschulen durch gemeinsame Online-Lernaktivitäten zusammenzubringen:  

  • Internationale Zusammenarbeit: Studierende aus unterschiedlichen Ländern arbeiten in gemeinsamen Projekten oder Kursen zusammen.
  • Kultureller Austausch: Durch die Interaktion Studierender anderer Kulturen erweitern die Teilnehmenden ihr Verständnis für globale Perspektiven.
  • Flexibles Lernen: COIL-Kurse integrieren asynchrones Arbeiten und ermöglichen es Studierenden, in ihrem eigenen Tempo zu lernen.

Das neue Erasmus+ Format „ (BIP)“ der EU kombiniert Präsenz- und Online-Lehr- und Lernelemente im internationalen Kontext, um eine intensive Lernerfahrung zu schaffen. Es zielt darauf ab, die Vorteile beider Lernformen zu nutzen:

  • Hybrides Lernen: BIP-Programme bestehen aus einer Kombination von Online-Kursen und einer Präsenzphase, die den Studierenden eine vielseitige Lernerfahrung bieten.
  • Intensive Module: Die Programme sind oft zeitlich komprimiert und bieten intensive Lernphasen, die sowohl theoretische als auch praktische Elemente enthalten.
  • Internationale Mobilität: BIP fördert die internationale Mobilität der Studierenden, indem es ihnen ermöglicht, an verschiedenen Standorten zu lernen und sich mit internationalen Partnern auszutauschen.

Ziel 2: Gestaltung von Weltoffenheit und Diversität im Hochschulleben

Grundvoraussetzung zum Gelingen von Internationalisierungsstrategien muss die Schaffung einer dementsprechenden Atmosphäre am Campus sein.
  • M 1 Angebote für internationale Studierende in Präsenz und digital
    • a) zum Ankommen in der Studieneingangsphase wie Buddyprogramme und Kennenlernworkshops in den Einführungstagen der Erstsemester, Informationsmaterialien auf Deutsch und Englisch in Druckform und digital,
    • b) zur Förderung von hochschulinternem Engagement und Austausch Vernetzungstreffen durch die Vergabe von STIBET Stipendien und DAAD-Preis,
    • c) zur Unterstützung des Studienerfolgs optionale Workshops sowie
    • d) zur Rekrutierung die Teilnahme an internationalen Studierendenmessen,
  • M 2 Einbindung von Incomings in die digitale Studierendenverwaltung mit Open Campus,
  • M 3 Umsetzung von Kulturevents im Rahmen der Kampagne „Weltoffener Campus“, sowie
  • M 4 internationale Begegnungs- und Networkingformate für alle Studierenden wie internationales Picknick, internationaler Tisch beim Hoffest und Netzwerktreffen und Förderung von studentischem Engagement. 
  • M 5 die Verstetigung hochschulöffentlicher, internationaler Fachvorträge,
  • M 6 der Ausbau von Weiterbildungsangeboten zu Diversität und Sprachkompetenzerwerb für alle Statusgruppen sowie
  • M 7 Entwicklung von Brückenkursen ins Studium.

Ziel 3: Internationale Vernetzung und Forschung

In Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung sind internationale Forschungskooperationen zukunftsweisend. Für die Internationalisierungsstrategie 2026–2030 wird der Fokus auf Internationalisierung der Forschung und des wissenschaftlichen Austauschs gelegt. Mit der Internationalisierung der Forschung sollen die Grundlagen für eine stärker vernetzte internationale Zusammenarbeit geschaffen werden. Das Ziel ist es, mehr Transparenz und Synergie in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit internationalen Kooperationspartnern als auch intern an der KHSB zu verwirklichen.
  • M 1 Integration von Lehrenden von Partnerhochschulen in der Lehre,
  • M 2 Interne und externe Begegnungs-, Austausch- und Networkingformate für Lehrende/Mitarbeitende wie internationale Tagungen, Erasmus+ Lehr- und Weiterbildungsmobilitäten, Meet and Greet mit Personen von Partnerhochschulen und
  • M 3 internationale Forschungsprojekte, international aktive In-Institute (DICO, ICEP) sowie internationale Arbeitsverbünde beispielsweise des Praxisreferats und des International Office. 
  • M 4 regelmäßig stattfindende, hochschulöffentliche Austauschformate auch unter Einbeziehung digitaler Formate und Plattformen und
  • M 5 Entwicklung und Implementation von Angeboten zur blended mobility für den Forschungsaustausch und Netzwerke.

Ziel 4: Auslandsmobilitäten von Einzelpersonen aller KHSB-Statusgruppen

Ein wichtiges Element der Internationalisierung ist der Auslandsaufenthalt. Während der Strategiewerkstatt vom 08.01.2025 war ein deutliches Votum der Teilnehmenden für die Ermöglichung von Kurz- und Langzeitmobilitätsfenster in den verschiedenen Studiengängen der KHSB, wo es fachlich sinnvoll erscheint.
  • M 1 Angebote zur Information, Vorbereitung und Nachbereitung über/von Auslandsaufenthalten: zielgruppenspezifische Informationsveranstal-tungen, Interkulturelle Trainings, Networking mit Auslandsalumni,
  • M 2 Begegnungs- und Networkingformate für Studierende,
  • M 3 Exkursionsangebote im Rahmen von studien- und jahrgangsübergreifenden Seminaren,
  • M 4 Vermittlung von Weiterbildungsangeboten für Mitarbeitende aus Lehre und Verwaltung wie Englisch-Sprachkurse oder interkulturelle Trainings und
  • M 5 Implementierung von curricular verankerten Auslandszeitfenstern in den BA-Vollzeitstudiengängen und im BA Soziale Arbeit dual und M 6 stärkere Sichtbarmachung internationaler Aktivitäten durch Öffentlichkeitsarbeit.
  • M 7 Ausbau von Kurzzeitmobilitäten, da so mehr Studierende an Auslandsaufenthalten partizipieren können, was auch ein Schwerpunkt des Förderprogramms Erasmus+ ist. Genannt wurden hier insbesondere Studierende, die aus verschiedenen Gründen keine Langzeitaufenthalte umsetzen können, und kleine Studiengänge wie die Religionspädagogik, Soziale Arbeit dual und die berufsbegleitenden Studiengänge, die strukturell keine längeren Zeitfenster im Curriculum vorsehen und deren curriculare Verankerung sowie
  • M 8 verbesserte Strukturierung der Auslandsstudienaufenthalte in den Zeitfenstern im 3, 6. und 7. Semester der BA-Vollzeitstudiengänge in Kursbelegung an der Gasthochschule und Anerkennung sowie gleichzeitige Kursbelegung an der KHSB und die Anpassung von Ordnungen.
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Marion Bonillo

Dr. Marion Bonillo

International Office
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