Lobbyarbeit unter dem Bundesadler
Zum Frühlingsanfang lud ProjektträgerJülich die in der BMBF Förderlinie FH Personal geförderten Fachhochschulen zur Fachtagung nach Bonn ein. Die KSHB wurde durch die Projektleiterin und Vizepräsidentin Prof. Dr. Petra Mund, den Postdoc-Tandemstelleninhaber Dr. Csaba Kurucz sowie Alice Bodnár in der Rolle als Projektkoordinatorin vertreten.
In dem Plenarsaal des ehemaligen Bundestaggebäudes erfreuten sich die Hochschulmitarbeiter*innen nicht nur über mobile Abgeordnetenbestuhlung und, leider deaktivierte, Sitzplatzmikrofone, sondern auch über ein abwechslungsreiches Programm, durch das der ehemalige WDR Radiomoderator Tom Hegemann leichtfüßig führte.
Unter der Überschrift „Professorale Nachwuchsgewinnung nachhaltig gestalten“ diskutierten Professor*innen und Politiker*innen über strukturelle Herausforderungen und Besonderheiten bei der Gewinnung von Talenten für HAW-Professuren. Tandemstellen-Inhaber*innen des Programms schilderten ihre ganz individuellen Karrierewege und gaben Einblicke in das akrobatische Unterfangen zwei Stellen, Promotionsvorhaben, Lehre und Privatleben in Einklang zu bringen.
Fachvorträge versuchten u.a. Orientierungshilfen durch die unterschiedlichsten Ausprägungen föderaler und hochschulspezifischer Vielfalt im Bildungssektor mit Fokus auf Promotionswesen zu geben. Breakout-Sessions und Pitches, bei denen u.a. wir mit drei weiteren Hochschulen die Entwicklung eines Arbeitgeberprofils vorstellten, boten den Gästen zwischendurch Gelegenheit für Austausch und Vernetzung.
Abgerundet wurde das gelungene Programm mit zehn Scienceslams, die die Fülle der Forschungsvielfalt illustrierten. So wurde u.a. Prozessmanagement anhand der Erstellung eines Fingermalfarbenbildes im familiären Szenario mit allerhand Risikofaktoren pointiert umrissen.
Einhellig waren die Meinungen über die wertschöpfenden Möglichkeiten, die das Programm FH Personal für die Fachhochschulen sowie die Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bietet. Wenig überraschend stand daher bei den an die Politik, in dem Fall an ihren Vertreter Ministerialrat Magnus Milde (BMBF) vor Ort, adressierten Plädoyers insbesondere das Wort „Nachhaltigkeit“ im Sinne einer Folge- oder anderweitig aufgestellten Grundfinanzierung von HAWs im Fokus.