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Neuerscheinung | Unterwegssein im Kontext einer Ästhetik sozialer Nachhaltigkeit

Veröffentlichung

Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dr. hat in der Zeitschrift Soziologie und Nachhaltigkeit (SuN) einen Artikel „Körper in Bewegung: Unterwegssein im Kontext einer Ästhetik sozialer Nachhaltigkeit“ veröffentlicht. Er beschäftigt sich mit den Phänomenen der Neo- und digitalen Nomad*innen und untersucht verschiedene Aspekte von Mobilität im Kontext einer Ästhetik sozialer Nachhaltigkeit. Der Artikel ist unter der Lizenz CC-BY 4.0 veröffentlicht und online verfügbar.

Dieser Text untersucht „Körper in Bewegung“ und „Unterwegs sein im Kontext“ einer Ästhetik sozialer Nachhaltigkeit (vgl. hierzu Ketschau 2019, Breser/Heuer 2024). Bewegung wird dabei nicht nur als physische Ortsveränderung, sondern als komplexer sozialer Akt verstanden, der von individueller Sinnsuche und Abenteuerlust bis hin zu Flucht und Krisenbewältigung reicht. Während moderne Gesellschaften den „flexiblen Menschen“ (Sennet 1998) zwischen Beschleunigung und Entschleunigung fordern, rückt die Notwendigkeit einer ressourcenschonenden Lebensweise in den Vordergrund. Der Beitrag überträgt Georg Simmels Analyse des „Fremden“ (Simmel 2013) auf aktuelle Phänomene wie Neo- und digitale Nomad*innen und beleuchtet die vielfältigen Facetten von Mobilität. Ein Kernargument ist, dass Handlungen, die der Vision einer global nachhaltigen Gesellschaft entsprechen – also ein Leben frei von Armut, selbstbestimmt, gleichberechtigt und gesund –, eine „Ästhetik sozialer Nachhaltigkeit“ begründen. Dabei wird eine Verbindung zwischen „hässlich“ (von Hass) und „schön“ (von schonend, freundlich) mit ethischem Handeln hergestellt: Wer nachhaltig handelt und Ressourcen schont, ist im übertragenen Sinne „schön“, während ausgrenzendes oder ressourcenintensives Handeln als „hässliches tun“ erscheint. Ferner beleuchtet der Text verschiedene Sozialfiguren des Unterwegsseins – darunter Flüchtende, Vagabundierende, Nomad*innen, Entdeckende und Erobernde sowie vertrauenswürdig Reisende und das unternehmerische Selbst – und analysiert die damit verbundenen Stereotypen und Wahrnehmungen. Er diskutiert, wie diese Figuren sowohl physische als auch soziale Grenzen überwinden. Der Beitrag schließt mit offenen Fragen zum Ankommen von Unterwegsseienden und zielt darauf ab, die akademische Debatte in Bereichen wie New Work Forschung (vgl. hierzu Thiel 2021, Schenk 2022: 93 ff.) sowie Urbanistik und Sozialpolitik zu bereichern und Impulse für eine gerechtere Gestaltung des Miteinanders in einer mobilen Welt zu geben.

Wir wünschen viele gute Erkenntnisse beim Lesen!
 

Eimertenbrink, Maik (2026): Körper in Bewegung: Unterwegssein im Kontext einer Ästhetik sozialer Nachhaltigkeit. In: Soziologie und Nachhaltigkeit (SuN). Münster: Universität Münster. S.1-12.  

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