Hinschauen, Austauschen, Handeln – Rechten Tendenzen gemeinsam begegnen
Am 2. und 3. Dezember bestand an der KHSB die Gelegenheit, in verschiedenen Veranstaltungen das Promotionsprojekt von Christina König (Goethe-Universität Frankfurt) kennenzulernen. Christina König untersucht in ihrer Forschung, wie Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit mit extrem rechten Jugendlichen umgehen. Auf Basis biographisch-narrativer Interviews analysiert sie Entscheidungen in Situationen, in denen Leitprinzipien wie Offenheit und Partizipation an Grenzen stoßen und zeigt, wie Erfahrungen und Wertorientierungen das Handeln prägen. Ihre Forschungsergebnisse verdeutlichen, wie bedeutend es ist, Austausch- und Reflexionsräume zwischen Praktiker*innen und Forscher*innen zu schaffen, um Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis unter anderem über die Konfrontationen mit rechter Gewalt in der Offenen Jugendarbeit zu behandeln. Unterschiedliche Perspektiven auf soziale Phänomene können dann eine „co-kreative“ Weiterentwicklung der Profession anstoßen.
Wir danken nochmals allen beteiligten Kolleg*innen, insbesondere dem Team der Hochschulbibliothek, sowie der Hochschulleitung herzlich für die Unterstützung und freuen uns auf eine Fortsetzung dieses Formats im Jahr 2026.
Broschüre: „Umgang mit rechten Anfeindungen gegen die Wissenschaft"
Der Forschungsverbund GERDEA hat gemeinsam mit dem Bundesverband der Mobilen Beratungen die Broschüre: „Umgang mit rechten Anfeindungen gegen die Wissenschaft" herausgegeben. Die Handreichung ordnet rechtsextreme Anfeindungen gegen die Wissenschaft demokratietheoretisch ein und präsentiert Handlungsperspektiven der Mobilen Beratung im Kontext Hochschule. Hier finden sich auch „10 Punkte“, die eine frühzeitige Auseinandersetzung mit (potentiell) bedrohlichen Anfeindungen von rechts erleichtern sollen, wie auch Verweise auf Beratungseinrichtungen und hilfreiche Lektüre.
Neugründung Initiative Faith in Democracy Inc.
Seit kurzem gibt es die Initiative
Über unsere Hochschulinitiative
Unsere Hochschulinitiative hat sich im Sommersemester 2025 gegründet. Wir setzen uns für eine konsequente Thematisierung sowie eine klare Positionierung gegen Rechtsextremismus und rechte Tendenzen in der Gesellschaft und an unserer Hochschule ein: in der Lehre, in der Praxis und auf dem Campus. Wir verstehen dies als gemeinsame, statusgruppenübergreifende Verantwortung und sind überzeugt, dass es breite, vielfältige Netzwerke braucht, um solidarisch handeln zu können.
Vernetzungseinladung
Unser nächstes Treffen findet am Mittwoch, 28. Januar 2026, von 13:30–15:30 Uhr in Raum S302 statt. Wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmende.