Status: Abgeschlossen

Die Erkenntnis, dass die Betreuung chronisch kranker älterer Menschen für die Angehörigen potenziell mit erheblichen negativen psychischen, sozialen, materiellen und gesundheitlichen Konsequenzen verbunden ist, kann mittlerweile als gesichert gelten.  Ein weiteres mit der familialen Pflege verbundenes Risiko, das bislang nur selten untersucht wurde, ist die Misshandlung des Pflegebedürftigen durch den pflegenden Angehörigen. Zu gewalttätigen Handlungen in der Pflege zählen nicht nur körperliche und seelische Misshandlung, sondern auch Vernachlässigung, materielle Ausbeutung sowie die Einschränkung des freien Willens des Pflegebedürftigen.    Das Ziel des Projekts PURFAM ist die Optimierung des Praxishandelns mit Schwerpunkt auf Gewaltprävention durch Früherkennung und Ressourcenstärkung. Unter Berücksichtigung internationaler Best-Practice-Ansätze wird eine Präventionsmaßnahme entwickelt, bundesweit in Praxiseinrichtungen der ambulanten Pflege implementiert und evaluiert.  Im Rahmen des Projektes wurden Fortbildungen für MitarbeiterInnen von ambulanten Pflegediensten durchgeführt. Schwerpunkt war der Umgang mit häuslichen Pflegesituationen, die von familiärer Gewalt bedroht sind. In der letzten Projektphase wird ein Manual erstellt, das dazu dienen soll, die Erkenntnisse aus dem Projekt und die entwickelten Assessment-Instrumente in die Praxis zu transferieren.

Laufzeit
01.12.2009 - 31.03.2013
Projektleitung
Mitarbeiter:innen
Institute
ISG - Institut für Soziale Gesundheit
Forschungsschwerpunkte
Soziale Gesundheit
Mittelgeber
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Kooperationspartner
Universität Köln -Lehrstuhl für Rehabilitationswissenschaftliche Gerontologie
Verbundkoordination
Universität Köln -Lehrstuhl für Rehabilitationswissenschaftliche Gerontologie
Veröffentlichungen

Susanne Zank & Claudia Schacke (Hrsg.) (2013): Abschlussbericht Projekt Potentiale und Risiken in der familialen Pflege alter MenschenBonillo, M., Heidenblut, S., Philipp-Metzen, E.H., Saxl, S., Schacke, C. & Steinhusen, C. et al. (2013): Gewalt  in  der  familialen  Pflege.  Prävention,  Früherkennung,  Intervention  -  ein  Manual   für  die ambulante Pflege . Stuttgart: Kohlhammer.

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