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Zwischenbilanz im Projekt GewinnE: KHSB!

Interview

Im Projekt GewinnE: KHSB! ist diesen Sommer das Bergfest. Im August besuchten zwei Scouts des Projektträgers Jülich der Förderlinie FH Personal die Hochschule. Eine gute Gelegenheit, mit der Projektleiterin Prof. Dr. Petra Mund die bisherigen Entwicklungen des Projekts zu bilanzieren.

Was macht die KHSB als Hochschule besonders?
Die KHSB ist besonders, weil sie mehr ist als nur eine Zusammenstellung von Bildungsangeboten. Ein partizipativ ausgerichtetes Lehrprofil, christliche Werte und ein klares Bekenntnis zur Vielfalt sind für die KHSB kennzeichnend. In unserem Leitbild haben wir uns dazu verpflichtet, dass die Hochschule ein Ort ethisch verantwortungsvoller Lehre, Forschung und Weiterbildung ist. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für eine gerechte und solidarische Gesellschaft.

Wie sieht die Lage bei der Besetzung von Professuren aus?
Bei der Besetzung von Professuren haben wir in der Vergangenheit beobachtet, dass wir es nicht immer leicht hatten, unsere Professuren zu besetzen, da die Bewerber*innen nicht immer alle Voraussetzungen gem. § 100 des Berliner Hochschulgesetzes (BerlHG) erfüllen. Oft fehlt entweder die Promotion oder die mindestens dreijährige berufliche Praxis außerhalb der Hochschule. Uns gelingt daher die Besetzung einer Professur teilweise mit zeitlicher Verzögerung.

Eines der Kernziele in Ihrem Projekt ist die Entwicklung einer Arbeitgebermarke. Warum?
Mit der Entwicklung und dem Einsatz einer Arbeitgebermarke möchten wir die Hochschule im Wettbewerb um qualifiziertes Personal weiter unterstützen. Die positiven Merkmale in Lehre, Forschung und Transfer sollen herausgestellt und die Sichtbarkeit der Hochschule als attraktiver Arbeitsort erhöht werden.

Wie sind Sie vorgegangen?
Zur Analyse und konzeptionellen Weiterentwicklung sowohl der internen als auch der externen Arbeitgebermarke KHSB haben wir uns mit Unterstützung von Expert*innen in einen intensiven Entwicklungsprozess begeben. Zwei Workshops mit Kolleg*innen aller Statusgruppen, eine anonyme Online-Befragung, fünf vertiefende Einzelinterviews und eine vorgelagerte Analyse des KHSB-Auftritts dienten als Grundlage, um die Stärken der Hochschule als Arbeitgeberin herauszuarbeiten. Im Ergebnis entstand der Slogan „Kooperativ handeln. Mit Stärken begeistern. KHSB“. Dieser wird nun in die externe Kommunikation integriert und insbesondere in den Stellenausschreibungen und im Arbeitsalltag mit Leben gefüllt.

Was haben Sie im Projekt über Ihre Hochschule gelernt? Was macht eine Professur an der KHSB attraktiv?
Im Rahmen der Entwicklung der Arbeitgebermarke ist mir sehr deutlich geworden, dass insbesondere die kollegiale Atmosphäre, der große Gestaltungsspielraum in den eigenen Arbeitsbereichen, die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit sowie die Wertschätzung des Individuums die Arbeit an der Hochschule und damit auch die Attraktivität einer Professur an der KHSB auszeichnen.

In Ihrem Projekt sind auch Promotionstandems, Berufspraxistandems und Lehrtandems angesiedelt. Welche Erfahrungen wurden bei der Umsetzung der Qualifizierungsstellen gesammelt?
Richtig, im Projekt sind drei Arten von Tandemstellen zur Qualifizierung wissenschaftlichen Nachwuchses angelegt: zwei Berufspraxistandems, innerhalb derer bereits promovierte Personen neben der wissenschaftlichen Tätigkeit die zur Berufung notwendige außerhochschulische Praxiserfahrung sammeln, drei Promotionstandems, in denen Personen neben ihrer Berufstätigkeit im sozialen Bereich an der Hochschule promovieren, sowie bis zu zwei Lehrtandems pro Semester während der Projektlaufzeit. Die Erfahrungen mit diesen unterschiedlichen Tandemstellen sind positiv. Sie eröffnen wie bei der Antragstellung angedacht, die Möglichkeit, spezifische Qualifikationen für die weitere Karriere zu erwerben. Gleichzeitig ist es für die Promotions- und Berufspraxistandems herausfordernd, zwei Arbeitsorte und Arbeitgeber unter einen Hut zu bekommen.

Wie fällt Ihr Zwischenfazit zum Projekt aus?
Mein Zwischenfazit zum Projekt fällt sehr positiv aus. Ich bin sehr froh, dass wir mit GewinnE!: KHSB! die Möglichkeit haben, die Attraktivität der Hochschule und von Professuren zu erhöhen. Mit den Tandemstellen eröffnen wir Karriereoptionen auf eine HAW-Professur, das freut mich ebenfalls sehr. Auch mit Blick auf unsere Ergebnisse würde ich mich sehr freuen, wenn es eine Fortsetzung der Förderlinie geben würde.

Prof. Dr. Petra Mund im Gespräch mit den Scouts