Bleiben Sie informiert! Hier finden Sie die neuesten Meldungen und Nachrichten unserer Hochschule.

Neue Folge von „Die Edenhoferin“ mit Vera Hähnlein

Interview

In der neuen Folge vom Podcast “Die Edenhoferin” ist Prof. Dr. zu Gast. 

Neugierig, suchend und kritisch diskutieren unsere Lehrenden, die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Vera Hähnlein und Prof. Dr. Annette Edenhofer, über vielfältige Facetten und Aspekte von Trauma und Resilienz.

Was ist ein Psychotrauma? Was sind Grade und Formen, was sind Verläufe? Unfälle wie das Zugunglück von Eschede im Jahr 1998, Krieg und erzwungene Migration zählen dazu, auch häusliche und sexualisierte Gewalt. Aber nicht jede Verletzung zählt zu jähen, lebensbedrohlich erlebten Ereignissen.

Welche posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) sind die Folge? Warum „Lösungen“ wie Alkoholkonsum bei wiederholtem Wiedererleben von Ohnmacht naheliegen, auch wenn sich daraus das Problem von morgen ergibt – nämlich die Sucht –, sei zunächst ausreichend zu verstehen, bevor suchtkranke Menschen gesellschaftliche Verurteilung erführen.

Trauma kann transgenerationell weitergegeben werden, lautet die Hypothese der aktuellen Forschung, sowohl epigenetisch als auch über soziale Muster erwachsener Bezugspersonen. Kreative Unterbrechung von PTBS hätten die besten Chancen bei Kindern bis 6 Jahre.

Grundsätzlich ließen sich Traumata auch spontan bewältigen, etwa in einer Zeitspanne von 3 Monaten. Die individuell unterschiedlichen Resilienzfähigkeiten machten den Unterschied.

Wer Schule macht, sollte um Psychotraumata wissen. Im Schulalltag aber sei Vernetzung zu multiprofessionellen Teams mit Schulpsycholog*innen und Schulsozialarbeiter*innen von entscheidender Bedeutung für Resilienzstärkung. Wichtig sei eine wertschätzende Schulkultur. Wissen um Techniken nutze dann, wenn tragfähige pädagogische Beziehungen erlebbar würden.

Jetzt in die reinhören.

Weiße Schrift auf grauem Hintergrund: "Die Edenhoferin"