Rückblick: Studienfahrt nach Polen
In der Woche nach Ostern, Anfang April (7.-11. April 2026), reisten Studierende der Religionspädagogik und der Sozialen Arbeit zum Erinnerungsort und Museum Auschwitz-Birkenau in Oświęcim – dem ehemaligen deutschen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager. Die Studienfahrt knüpfte an das Seminar „Theologie nach Auschwitz“ von Prof. Dr.
Lesen Sie im Folgenden den Bericht der Studiengruppe.
"Wir starteten am Dienstag mit einer guten Bahnverbindung und spontaner Umstiegsentscheidung in Krakau und erreichten gegen 18 Uhr die
Am Mittwoch besuchten wir das sogenannte „Stammlager Auschwitz I“ mit Jacek, einem hervorragenden Guide, der uns auch am Donnerstag auf dem Gelände von Auschwitz-Birkenau begleitete. Am Freitag begaben wir uns mit Hilfe des Programmangebots der Jugendbegegnungsstätte auf „Spurensuche“ der Zwangsarbeit auf dem weitläufigen Gelände der Buna-Werke der IG Farben „Auschwitz-III“ in Monowice. Dort ermöglichte uns Judith von der Begegnungsstätte, die Dimensionen des Erinnerns im kommunalen Kontext unmittelbar „begreifen“ zu können. Darüber hinaus besuchten wir unsere Partnerhochschule in Oświęcim. Zum Programm gehörten auch ein Spaziergang mit den Freiwilligen der Begegnungsstätte durch das Zentrum der Stadt Oświęcim und ein Besuch im Begegnungszentrum Dialog und Gebet bei Pfarrer Dr. Manfred Deselaers.
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Auf der Rückfahrt am Samstag fand unsere Reisegruppe ziemlich übereinstimmend: „Drei Tage sind zu kurz. Noch zwei wären gut für die Vertiefung der vielen Themen.“
Die verschiedenen Eindrücke klingen auch in den Stimmen des schriftlichen Nachdenkens durch, die wir hier noch teilen möchten:
„Die Studienfahrt nach Oświęcim/ Auschwitz war Teil eines Bildungsprozesses, der über eine rein historische Beschäftigung hinausgeht. Der Besuch der Gedenkstätten förderte nicht nur Wissen über die Shoah, sondern auch eine Auseinandersetzung mit Erinnerung, Verantwortung und die Frage, wie Gewalt und Vernichtung überhaupt zur Sprache kommen können.“
„So viele Perspektiven sind zu unterscheiden: die verschiedenen Ebenen auf Seiten der Täter: die zugrunde liegende Überlegenheits- und Vernichtungsideologie, Planung, Organisation und instrumentelle Ausführung der Dominanz; die Ebene der Mittuenden in Ausübung ihres „Berufes“, geprägt von der herrschenden Ideologie. Das nicht Nachdenken. Dann die Perspektiven der Betroffenen der Vernichtungsideologie: politisch Andersdenkende, Pol*innen als Angehörige des besetzen Landes, Bekennende verschiedener Religionen, Sinti und Roma, und die größte Gruppe der von der NS-Ideologie völkisch als jüdisch kategorisierte Menschen, die durch ganz Europa an die Orte ihrer Vernichtung deportiert wurden: die Erleidenden und Opfer der Gewalt, schließlich die ermordeten Menschen. Ihre bleibende Sprachlosigkeit – an einem Ort, der von so vielen Menschen mit so vielen Sprachen erfüllt war? Wer kann sie vertreten? Wer wird neu Zeuge?“
„Sehr eindrucksvoll, was Pfarrer Dr. Manfred Deselaers uns im Gespräch im Zentrum für Dialog und Gebet unterscheiden half: Deutsche besuchen den Gedenkort in Polen und empfinden primär Reue und Scham über ihre Geschichte und stärken vielleicht die Motivation für das „Nie wieder“. Angehörige der Ermordeten der verschiedenen Opfergruppen kommen im Gedenken an ihre Toten und in Treue zur eigenen Familie, zur eigenen Geschichte.“
„Gerade im Rahmen eines Studiums der Religionspädagogik hat der Ort eine besondere Bedeutung, weil sich hier historische, ethische, und theologische Fragen verbinden. Und die emotionale Betroffenheit wird nicht ausgeblendet.“
„Ich bin dankbar, dass die Atmosphäre in der Gruppe so angenehm war. Viel gegenseitige Offenheit und Rücksicht.“
„Die Orte zeigen, dass Menschlichkeit weder selbstverständlich noch sicher ist.“
„Ich bin nach Auschwitz bestärkt, dass ich Gutes für die Welt tun kann.“
Zur Verwirklichung trug die hilfreiche Begleitung der Vorbereitung von Dr.