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Projektvorstellung ZUGEL

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In unserer Rubrik Projektvorstellung stellen wir spannende Initiativen und innovative Projekte vor, die an unserer Hochschule entstehen. Entdecken Sie, wie unsere Lehrenden und Studierenden mit kreativen Ideen und Engagement die Zukunft gestalten! Heute stellen Prof. Dr. Serafina Morrin und Prof. Dr. Inga Haese ihr Projekt ZUGEL vor.


Projektname: ZUGEL – Zivilgesellschaft und Gemeinsinn in ländlichen Räumen stärken
Beteiligte der KHSB und extern: Prof. Dr. Inga Haese, Prof. Dr. Serafina Morrin, Anna-Sophia Aylin Winter, Thünen-Institut für Regionalentwicklung und Engagierte aus dem Netzwerk Neulandgewinner.
Laufzeit: 1.9.2025 bis 31.8.2026
Förderung: Hans Sauer Stiftung

Das Forschungsprojekt in fünf Sätzen: Angesichts zunehmender demokratiefeindlicher Einstellungen stellt sich die Frage, wie die Zivilgesellschaft zur Bewältigung der sozial-ökologischen Transformation gestärkt werden kann. Ziel des Projekts ist es, mit Bürger*innen in ländlichen Regionen kollaborativ und partizipativ ein innovatives Format für ihr transformatives Handeln zu entwickeln, das zur politischen Bildung genutzt werden kann. Ländliche und peripherisierte Räume, besonders in Ostdeutschland, sind verstärkt Schauplätze sozialer und politischer Polarisierungen. Wir möchten mit den Citizen Scientists herausfinden, was sie in ihren ländlichen Räumen brauchen, um transformativ handeln zu können. Uns interessiert, welche Praktiken sich für zivilgesellschaftliche Akteur*innen als verbindend und motivierend erweisen, andere zu beteiligen.


Was ist das Besondere am Projekt? Die Forschung ist offen für die Bedarfe der Citizen Scientists. Während einer Festivalethnografie werden Kontakte geknüpft und Vernetzungen zwischen Akteur*innen ermöglicht, Praktiken werden über teilnehmende Beobachtungen erfasst. Wir möchten zwei partizipative Forschungswerkstätten in verschiedenen Regionen durchführen, in denen Citizen Scientists, Thünen Institut und Forschende kollaborieren. Die Werkstätten sind Orte für Gruppendiskussionen und kreative Erzeugnisse, die gemeinsam ausgewertet werden.

Was sind die Herausforderungen? Wir möchten mit Citizen Scientists forschen – das erfordert einen langen Atem und Experimentierfreude, denn wir müssen aushalten können, dass die angedachten Formate nicht auf Anhieb oder wie geplant funktionieren.

Erkenntnisse der Beteiligten: „Ein besonders spannender Aspekt, den wir auf dem Festival entdecken konnten, waren emotionale und sinnliche Aspekte. Was haben Gefühle oder hat genussvolles Essen mit Demokratie zu tun?“ (Serafina Morrin)
„Die Engagierten in ländlichen Räumen brauchen Sichtbarkeit und Unterstützung, gerade in Ostdeutschland. Beim ÜBERLand-Festival gab es Mut-Tankstellen und Mut-Muskel-Workshops. Die sozial-ökologische Transformation weiterzudenken, erfordert in Zeiten des Drucks auf Demokratie viel Mut.“ (Inga Haese)

Wie geht’s weiter? Die Festivalethnografie befindet sich in der Auswertungsphase. Wir haben zwei Gruppen Engagierter in ländlichen, peripherisierten Regionen identifiziert, bei denen Interesse an einer kollaborativen Forschung besteht. Mit ihnen und dem Thünen-Institut wollen wir gemeinsam weitere Schritte unternehmen, um Forschungswerkstätten durchzuführen.
 

Aktuelle Info zum laufenden Projekt finden Sie auf der

ZUGEL Projektteam Prof. Dr. Inga Haese & Prof. Dr. Serafina Morrin