Neue Folge „Die Edenhoferin“ mit Prof. Dr. Eckhard Frick SJ
In der neuen Folge „Die Edenhoferin“ führt
Als Arzt, Psychiater, Psychoanalytiker, Psychodramatiker, Spezialist für Palliative Care sowie als Priester und Jesuitenpater bringt Eckhard Frick vielfältige Perspektiven auf das Phänomen des Narzissmus ein. Er unterscheidet zwischen einem gesunden und toxischen Narzissmus.
Narzissmus beschreibe zunächst die gute, lebensnotwendige Suche nach dem eigenen Selbst durch Selbstvertrauen.
Toxischer Narzissmus aber sei privat, sozial und politisch auf volatile Herrschaft aus. Diese suchten unterwerfungsbereite Menschen und Gruppen in Sehnsucht nach autokratischen Führungsgestalten. Erhofft werde, was nicht geschehen könne: Genugtuung durch Rache fehlender Anerkennung. De facto nähre diese dunkle Hoffnung private und politische Wut, halte in Egomanie gefangen und und befördere Freund-Feind-Welten.
Zugleich zeigt das Gespräch einen Weg aus diesen Dynamiken auf: Alle Menschen kennen narzisstische Anteile in sich selbst. Die Bereitschaft, eigene Zweifel zuzulassen, anderen zuzuhören und Beziehungen zu gestalten, eröffnet nach Frick die Chance auf ein nachhaltiges und gelingendes Leben – in der Beziehung zu sich selbst, zu anderen Menschen und zu demokratischen Institutionen.
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