Geänderte Öffnungszeiten in der vorlesungsfreien Zeit
Die KHSB ist montags bis freitags von 7:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Wir wünschen eine erholsame vorlesungsfreie Zeit!

Bleiben Sie informiert! Hier finden Sie die neuesten Meldungen und Nachrichten unserer Hochschule.

Ich möchte Studierenden Perspektiven und Möglichkeiten eröffnen.

Interview

In unserem Kurzinterview spricht Prof. Dr. Petra Mund, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der KHSB, über ihre berufliche Laufbahn, Ziele und welche Fähigkeiten es zur Professur braucht, die im Studium nicht vermittelt wurden. Sie ist seit 2014 an der Hochschule tätig und teilt persönliche Einblicke in das, was sie in ihrem Arbeitsalltag bewegt.


Wie sind Sie hier gelandet? 

Durch eine glückliche Fügung bin ich an die Hochschule gekommen. Nach langjähriger Praxis in der Kinder- und Jugendhilfe sowie einer Promotion arbeitete ich bei einem Verband mit Verantwortung für die Kinder- und Jugendhilfe. Diese Tätigkeit habe ich sehr geschätzt. Die ausgeschriebene Professur für Sozialarbeitswissenschaften und Sozialmanagement an der KHSB passte jedoch so gut zu meinen Erfahrungen, meiner Expertise und meinen bisherigen Lehrerfahrungen, dass ich mich bewerben musste. An die Anhörung erinnere ich mich bis heute gern: Die Atmosphäre war angenehm, der Campus im Sommer besonders schön — und ich konnte mir sofort vorstellen, dort regelmäßig zu sein. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich den Ruf erhielt. 

 Auf welches Ziel arbeiten Sie gerade hin? 

In den kommenden Semestern werden wir uns als Hochschule mit der Re-Akkreditierung zentraler Studiengänge befassen. Als Vizepräsidentin für Studium und Lehre ist es mir ein großes Anliegen, die damit verbundenen Prozesse partizipativ zu gestalten. Gemeinsam mit Kolleg*innen und Studierenden möchte ich die Curricula unserer Studiengänge so gestalten, dass sie inhaltlich die Bedarfe der Professionen, Lehrenden und Studierenden spiegeln und das inhaltliche und organisatorische Aspekte in einem guten Verhältnis stehen. 

In meiner Rolle als Professorin ist es mein Ziel, mit meinen Lehrveranstaltungen Studierende für die Themen Organisation, Finanzierung und Management im Kontext sozialer Professionen zu begeistern.

Was brauchen Sie heute im Beruf, was Sie im Studium nicht gelernt haben? 

Ich habe Sozialpädagogik — damals noch im Diplomstudiengang — sowie Sozialmanagement im Master studiert. Rückblickend habe ich in beiden Studiengängen eine große Bandbreite an Wissen und Kompetenzen erworben, die ich auch heute noch gewinnbringend einsetzen kann. Fragen der Hochschuldidaktik und der Gestaltung von Lehrveranstaltungen waren allerdings kein Bestandteil meiner Studiengänge. Umso mehr freue ich mich, dass es in Berlin mit dem Berliner Zentrum für Hochschullehre die Möglichkeit gibt, sich in diesem Bereich strukturiert weiterzubilden. 

Wer unterstützt (und begleitet) Sie auf Ihrem Weg? 

Ich bin sehr dankbar, dass meine Familie und meine Freund*innen mich auf meinen Weg unterstützen.

Wieviel steht auf Ihrer To-Do-Liste? 

Auf meiner To-Do-Liste steht gerade in der Vorlesungszeit immer eine ganze Menge. Dies ist sicherlich bei vielen Hochschulangehörigen der Fall. Auf meiner To-Do-Liste steht z.B. die Vorbereitung der Kommission für Lehre und Studium, Fragen der Lehrplanung, die Vorbereitung und Durchführung des Lehrbeauftragtentreffens, Projekttreffen im Rahmen des von mir geleiteten Projekts GewinnE:KHSB, aber auch die Vorbereitung meiner eigenen Lehrveranstaltungen. Ich freue mich, wenn ich manchmal auch noch Artikel oder Fachlexikabeiträge verfassen kann, auch wenn meine To-Do-Liste dadurch noch etwas länger wird. 

Über was freuen Sie sich immer wieder? 

Ich freue mich immer wieder darüber, wenn ich Studierende in ihrer Entwicklung zu einer professionellen Persönlichkeit begleiten kann. Wenn ich Ihnen Perspektiven und Möglichkeiten eröffnen kann, die sie vielleicht noch nicht gesehen haben. Ich selbst habe während meines ersten Studiums nicht gewusst, wie ich promovieren könnte. Daher freue ich mich sehr, wenn ich diese Möglichkeiten den Studierenden frühzeitig aufzeigen kann.

Und außerdem?

Mir ist es wichtig, dass unsere Hochschule nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung ist, sondern dass sie auch ein Ort ist, an dem Menschen sich entwickeln, Verantwortung übernehmen und Dinge verändern können.

Wir bedanken uns herzlich bei für die interessanten Einblicke!

Portrait: Petra Mund