Künstliche Intelligenz in Lehre und Forschung: Ein Experiment mit vielen Highlights
Wie kann Künstliche Intelligenz in der Lehre sinnvoll eingesetzt werden?
Im Seminar „Qualitative und quantitative Forschungsmethoden“ im Wintersemester 2024/25 und Sommersemester 2025 probierte Prof. Dr.
„Mein Ziel war es, die Studierenden nicht nur in die Nutzung verschiedener KI-Tools einzuführen, sondern diese Technologien auch als zentrales Thema unserer Forschung zu betrachten.
Dank der Fobizz-Funktion „Shared Spaces“ konnte ich einen „Classroom“ einrichten, in dem bis zu 30 Studierende mit innovativen KI-Tools arbeiten konnten. Im Wintersemester lag unser Fokus auf der Themenfindung und der Entwicklung des Forschungsdesigns, wobei wir ChatGPT als kreativen Partner einsetzten. Die Herausforderung war klar: Künstliche Intelligenz sollte nicht nur ein Werkzeug, sondern auch ein Forschungsgegenstand sein. So entstanden sieben spannende Forschungsprojekte, die wir im Sommersemester in die Praxis umsetzten, Daten sammelten und schließlich im Seminar präsentierten.
Besonders hervorzuheben sind zwei herausragende Projekte, die durch Kreativität und Engagement glänzten:
Marie Utpatel und Isabel Mücke entwickelten die Chatbots „Lisa“ und „Reinhardt“, die gezielt gegen Einsamkeit, insbesondere bei älteren Personen, wirken sollen. Diese Chatbots sind nicht nur mit einer breiten Expertise ausgestattet, sondern kommunizieren auch besonders empathisch mit ihren Nutzer*innen.
Josua Seidel, Richard Lange und Lucas Dreilling schufen den Chatbot „Bejni“, der als niederschwellige Interventionsmaßnahme zur Drogenprävention bei Jugendlichen konzipiert wurde. Ziel war es, Peer-Beratungskontexte nachzuahmen und Jugendlichen wichtige Informationen auf unkomplizierte Weise bereitzustellen.
Die Testergebnisse waren vielversprechend: Die Chatbots erwiesen sich als benutzerfreundlich und wurden von den Test-Nutzer*innen gut angenommen. Sie konnten menschliche Interaktionen teilweise ersetzen und wurden als wirksam empfunden.
Im Rahmen der Evaluation führte ich eine Umfrage unter den Studierenden durch. Die Ergebnisse zeigten, dass der Zugang zu KI-Anwendungen nicht automatisch zu einer häufigen Nutzung führt: Über 40 % der Studierenden nutzen die bereitgestellten KI-Tools selten, etwa 30 % gelegentlich und ca. 25 % häufig. Auf die Frage, ob KI im Studium hilfreich sei, antworteten beeindruckende 90 % mit „Ja“. Zudem sprachen sich über 90 % der Befragten dafür aus, dass der Zugang zu KI für alle Studierenden verfügbar sein sollte.
Als Dozentin war ich von der Dynamik, die unser Seminar hatte, sowie von der Motivation und Kreativität der Studierenden beeindruckt. Die Entwicklung eigener Chatbots eröffnete auch für mich neue Themen, und ich besuchte zusammen mit den Studierenden Weiterbildungsangebote der Fobizz-Plattform, um diese Herausforderungen zu meistern.
Dieses Seminar wird mir und hoffentlich auch den Studierenden in bester Erinnerung bleiben – voller Entdeckungen, Herausforderungen und gemeinsamer Erfolge."
Herzlichen Dank für die spannenden Einblicke!
Sollten Sie Interesse an der Thematik oder Fragen zu den Seminarerkenntnissen und -Projekten haben, kontaktieren Sie bitte Prof. Dr.