Erinnerungskultur an der KHSB: Büste von Prof. Paul Lazarus
Kennen Sie die bemerkenswerte Geschichte hinter der beeindruckenden Bronze-Büste von Prof. Paul Lazarus, die sich in der Vitrine im Westflügel befindet?
Die renommierte Bildhauerin Lilli Wislicenus schuf diese Büste 1931/32, als Dank an Lazarus für die erfolgreiche Behandlung ihres einzigen Sohnes. Prof. Lazarus behandelte den jungen Mann mit einer innovativen Radiumtherapie – er rettete ihm so das Leben und erhielt seine Sprechfähigkeit.
Lilli Wislicenus, geboren 1872 in Andernach, war eine international anerkannte deutsche Bildhauerin. Ihre Kunst erlangte in Berlin und darüber hinaus große Anerkennung, bevor das Dritte Reich ihr kreatives Schaffen drastisch einschränkte. Sie verstarb 1939 in Berlin. Ihre Werke bleiben jedoch unvergessen.
Die Büste von Prof. Lazarus wurde 2013 im Rahmen eines Gedenksymposiums der DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie), DEGRO (Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie) und KHSB (Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin) von den Nachfahren des Arztes an die KHSB übergeben und erinnert an das Erbe von Paul Lazarus. Als Chefarztes des St. Antonius-Krankenhaus und Pionier der modernen Strahlentherapie, zeichnete er sich durch sein hohes Engagement für die Kranken, seine außerordentlichen wissenschaftlichen Tätigkeiten und sein exzellentes internationales Renommee aus, der mit seiner Arbeit viele Leben rettete.
Die Büste vereint auf einzigartige Weise Kunst, Wissenschaft und die Geschichte des Ortes. Sie ist in der Vitrine im ersten Obergeschoss des Westflügels ausgestellt und lädt dazu ein, von Ihnen entdeckt zu werden.
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Quelle:
Voswinckel, Peter (2022): Eine Büste kehrt zurück nach Berlin. Gedenksymposium für Paul Lazarus (1873-1957) mit Beteiligung der DGHO und der DEGRO, in: Beiträge aus den DGHO-Mitgliederrundschreiben 2012-2021, Hrsg. Eisele, H., A. Hochhaus, M. de Wit, C.-O. Schulz, DGHO Berlin, 15-16.