Soziale Landwirtschaft - also die Verbindung sozialer Arbeit mit landwirtschaftlichen Tätigkeiten - kann neue, attraktive Arbeitsplätze an der Schnittstelle von Grüner und Weißer Branche schaffen, für die eine Akquise von Fachkräften besser gelingt als in den bisherigen Formen. Sie wird wegen der Verbindung von Betreuungs-/Pflege- oder Wohnangeboten mit landwirtschaftlicher Tätigkeit auch „Grüne Pflege“ oder „Green Care“ genannt.
Landwirtschaftliche Betriebe können mit Sozialträgern und gemeinnützigen Institutionen kooperieren, um älteren Menschen (aber auch anderen vulnerablen Gruppen) Unterstützung in Form von Wohn-, Beschäftigungs- und/oder Therapiemöglichkeiten anzubieten. Dafür gibt es bereits sehr überzeugende Beispiele, allerdings bezüglich der Zielgruppe der älteren Menschen noch nicht in Brandenburg.
Soziale Landwirtschaft für Ältere ermöglicht Landwirten Einkommensdiversifzierung, schafft attraktive Arbeitsplätze in der Pflege und bietet Senioreninnen auf dem Land Tätigkeit in Gemeinschaft, Tagesstruktur, Betreuung und alternative Wohnmöglichkeiten.
Wir bauen eine Beratungs- u. Vernetzungsstelle für Landwirte und Soziale Träger in Brandenburg auf. Darüber hinaus sollen drei Modellpartnerschaften für Soziale Landwirtschaft in der Region LOS + MOL entwickelt sowie eine politik-, verwaltungs-, forschungs- und praxisübergreifende Arbeitsgemeinschaft ARGE Soziale Landwirtschaft gegründet werden.
Artikel in regionalen Seniorenmagazinen und im LBVinfo März 2026 Monatsschrift des Landesbauernverbandes Brandenburg