Status: Abgeschlossen

 Die Verminderung sozialer Ungleichheit gehört in vielen Ländern zu den Kernzielen der Politik. Einzelne Elemente der Gesundheitspolitik können jedoch diesem allgemeinen Ziel unbeabsichtigt widersprechen. Das zeigt das Beispiel der Nichtraucherschutz-Politik. Das Rauchen wird sozial stigmatisiert, und den Raucher/inne/n, die in zunehmendem Maße aus den ärmeren Schichten kommen, wird abweichendes Sozialverhalten vorgeworfen. Dies führt zu einer Verschärfung gesellschaftlicher Trennungen, die eigentlich aufgehoben werden sollen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken wird im Rahmen dieses Forschungsprojekts ein Workshop erprobt, um Mitarbeiter/innen in der Tabakprävention dabei zu unterstützten, ihre Arbeit kritisch zu reflektieren. Kritische Reflexivität wird verstanden als die Fähigkeit, intendierte und unintendierte Wirkungen der Praxis zu erkennen, die mit Machtverhältnissen in der Gesellschaft zusammenhängen und sich auch in der Zusammenarbeit mit Klientengruppen widerspiegeln. Im Fall der Tabakprävention bei sozial benachteiligten Jugendlichen ist der Gegenstand der Reflexion, inwieweit die präventiven Interventionen selbst zur Stigmatisierung und Ausgrenzung der Zielgruppen beitragen. Die KHSB begleitete die Datenerhebung  und Auswertung im Rahmen des Projekts mit dem Schwerpunkt auf Fragen der Partizipation in der Praxis der Tabakprävention bei Jugendlichen.

Laufzeit
01.10.2010 - 30.09.2011
Projektleitung
Mitarbeiter:innen
Institute
ISG - Institut für Soziale Gesundheit
Forschungsschwerpunkte
Soziale Gesundheit
Mittelgeber
Canadian Institutes for Health Research (CIHR)
Kooperationspartner
Université de Montréal, Tabakpräventionskoordinierungsstellen in 6 kanadischen Provinzen
Verbundkoordination
Prof. Dr. Katherine Frohlich, Université de Montréal
Veröffentlichungen
Website