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Fachgespräche - Theologie in Kontexten

„Der Übel größtes aber ist die Schuld“  (Friedrich Schiller)
Schuld und Schuldgefühl – aus psychiatrischer und psychotherapeutischer Sicht

Schuldgefühle sind unangenehme, oft auch quälende Empfindungen – jeder hat sie schon einmal erlebt. Man kann sie verdrängen oder sich ihnen stellen und sie zu bewältigen versuchen. Letztlich künden sie von Autonomie und Willensfreiheit. Die Fähigkeit, schuldig zu werden, wohnt dem Menschen inne;  eine Verminderung der Schuldfähigkeit oder Schuldunfähigkeit gilt als pathologisch.
Das einer Schuld korrelierende Schuldgefühl kann adäquat sein, allerdings auch in einem pathologischen Ausmaß vorkommen: übersteigert, wie manchmal bei depressiven Erkrankungen, oder deutlich vermindert, wie bei bestimmten Persönlichkeitsanomalien.

Der Vortrag unterscheidet drei Bedeutungsebenen: zuerst die Unterscheidung von Tat- und Unterlassungsschuld, ontologische Schuld, tragische Schuld. Ein zweiter Blick gilt der subjektiven Seite des Schuldgefühls, ein dritter schaut auf Behandlungs- und Bewältigungsmöglichkeiten von Schuld und Schuldgefühlen.

Termin
Donnerstag, 27. April 2017
16.00 - 18.00 Uhr

Anmeldung
nicht erforderlich

Ort
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin

Leitung
Dr. Dr. Gabriele Stotz-Ingenlath
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Philosophin

Kosten
keine