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Studienschwerpunkt Geschlechtsbewusste Soziale Arbeit

 

Die soziale Kategorie Geschlecht strukturiert alle Bereiche des menschlichen Lebens in unserer Gesellschaft und bedingt ebenso wie z.B. Ethnie soziale Ungleichheiten. Die Geschlechterverhältnisse verursachen  und verstärken soziale Probleme. Viele soziale Probleme wie z.B. Sucht, Gewalt und Erwerbslosigkeit äußern sich in ihren Ursachen, Ausdrucksformen und Auswirkungen bei Frauen und Männern verschieden. Daher muss professionelle Soziale Arbeit die Kategorie Geschlecht systematisch sowohl auf der Analyseebene als auch in ihren Handlungskonzepten einbeziehen. In der geschlechtsbewussten Sozialen Arbeit geht es um den Abbau sozialer und geschlechtsspezifischer Ungleichheiten auf nationaler und internationaler Ebene. Geschlechtsbewusste Soziale Arbeit ist eine Schlüsselqualifikation und unerlässlich für die Soziale Arbeit „quer“ zu den verschiedenen Arbeitsfeldern und Zielgruppen.

 

Zentraler Baustein des Studienschwerpunktes ist das Studienschwerpunktseminar, welches exemplarisch soziale Problemlagen anhand von Theorien zu den Geschlechterverhältnissen reflektiert und analysiert sowie Handlungskonzepte und Arbeitsformen der geschlechtsbewussten Sozialen Arbeit erarbeitet und erprobt.

 

In der Projektarbeit des Studienschwerpunktes entwickeln Studierende ein Konzept, welches sie in der Praxis der Sozialen Arbeit umsetzen. Hierbei erwerben sie Analyse-, Urteils- und Handlungskompetenzen, die für die unterschiedlichsten Zielgruppen und Arbeitsfelder Sozialer Arbeit von Bedeutung sind. Studierende erlangen Handlungskompetenzen für geschlechtsbewusstes Arbeiten in klassischen und innovativen Feldern Sozialer Arbeit, indem sie ein Handlungs- bzw. Bildungskonzept für die Praxis der geschlechtsbewussten Sozialen Arbeit entwickeln, praktisch umsetzen und evaluieren.

 

 

Lehrende des Studienschwerpunktes Geschlechtsbewusste Soziale Arbeit sind

Prof. Dr. Focks, Prof. Dr. Höyng, Frau Bührmann, Prof. Dr. Seus und Prof. Dr. Kavemann.

 

 

Zum Studienschwerpunkt Geschlechtsbewusste Soziale Arbeit gehören folgende Seminare: 

  • Studienschwerpunktseminar
  • Einführungsklausurtagung
  • Gleichheit, Differenz und (De-) Konstruktion
  • Gewalt im Geschlechterverhältnis 
  • Abweichung und Geschlecht
  • Sexualität und Lebensformen
  • Gender Mainstreaming
  • Studienschwerpunktbezogene Rechtsfragen

 

 

Einige Beispiele für Projekte, die von Studierenden realisiert wurden, sind:

  • Vorbereitung von Schülerinnen und Schülern auf das Sozialpraktikum. Motivation junger Männer für soziale Berufe (in Kooperation mit der Katholischen Schule Liebfrauen in Berlin- Charlottenburg)
  • Mädchen erobern ihren Kiez. Ein sozialraumorientiertes Projekt mit Mädchen aus dem türkisch-arabischen Kulturkreis (in Kooperation mit MaDonna e.V. Berlin-Neukölln)
  • Geschlechtsbewusste Pädagogik an Grundschulen. Ein interkulturelles Projekt zu Geschlechterrollen und Sexualität (in Kooperation mit der Otto-Wels-Grundschule in Berlin-Kreuzberg)
  • Betreutes Wohnen für männliche Jugendliche. Ein Konzept zur geschlechtsbewussten Sozialen Arbeit in der Jugendhilfe (in Kooperation mit Dissens e.V. Berlin-Marzahn)
  • Sexualität älterer Männer und Frauen im Pflegewohnheim. Die sozialpädagogische Begleitung älterer Menschen im Pflegewohnheim (in Kooperation mit dem Dr. Harnisch Haus in Berlin-Friedrichshain)
  • Beratung von Männern zu Erwerbsarbeit und Biographie. In Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt Work Changes Gender (in Kooperation mit Dissens e.V. Berlin-Marzahn)
  • Ökotechnik für Frauen an einer Hochschule für Sozialwesen. Ein Forschungsprojekt zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur (in Kooperation mit Life e.V.  Berlin-Mitte)

 

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(Zum Vergrößern auf die Fotos klicken!)