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Studienschwerpunkt Geschlechterbewusste Soziale Arbeit

 

Derzeit Lehrende des Studienschwerpunktes Geschlechterbewusste Soziale Arbeit sind:

Professor Dr. Axel Bohmeyer, Professorin Dr. Petra Focks, Professor Dr. Stephan Höyng, Professorin Dr. Barbara Kavemann, Opens internal link in new windowProf. Dr. Andrea Nachtigall und Professorin Dr. Lydia Maria Seus.

 

Die soziale Kategorie Geschlecht strukturiert alle Bereiche des menschlichen Lebens in unserer Gesellschaft und bedingt ebenso wie zum Beispiel die Kategorie Ethnie soziale Ungleichheiten. Viele soziale Probleme wie zum Beispiel Sucht, Gewalt und Erwerbslosigkeit äußern sich in ihren Ursachen, Ausdrucksformen und Auswirkungen bei Frauen und Männern verschieden. Daher muss professionelle Soziale Arbeit die Kategorie Geschlecht systematisch sowohl auf der Analyseebene als auch in ihren Handlungskonzepten einbeziehen. In der geschlechterbewussten Sozialen Arbeit geht es um den Abbau sozialer und geschlechtsspezifischer Ungleichheiten auf nationaler und internationaler Ebene. Geschlechterbewusste Soziale Arbeit ist eine Schlüsselqualifikation und unerlässlich für die Soziale Arbeit „quer“ zu den verschiedenen Arbeitsfeldern und Zielgruppen.

Zentraler Baustein des Studienschwerpunktes ist das Studienschwerpunktseminar, welches exemplarisch soziale Problemlagen anhand von Theorien zu den Geschlechterverhältnissen reflektiert und analysiert sowie Handlungskonzepte und Arbeitsformen der geschlechterbewussten Sozialen Arbeit erarbeitet und erprobt.

In der Projektarbeit des Studienschwerpunktes entwickeln Studierende ein Konzept, welches sie in der Praxis der Sozialen Arbeit umsetzen. Hierbei erwerben sie Analyse-, Urteils- und Handlungskompetenzen, die für die unterschiedlichsten Zielgruppen und Arbeitsfelder Sozialer Arbeit von Bedeutung sind. Studierende erlangen Handlungskompetenzen für geschlechterbewusstes Arbeiten in klassischen und innovativen Feldern Sozialer Arbeit, indem sie ein Handlungs- bzw. Bildungskonzept für die Praxis der geschlechterbewussten Sozialen Arbeit entwickeln, praktisch umsetzen und evaluieren.

 

Zum Studienschwerpunkt Geschlechterbewusste Soziale Arbeit gehören verschiedene Seminare:

  • Studienschwerpunktseminar mit Projektanteil
  • Gleichheit, Differenz und (De-) Konstruktion
  • Abweichung und Geschlecht
  • Gewalt in Geschlechterverhältnissen
  • Sexualität und Lebensformen

 

Einige Beispiele für Projekte, die von Studierenden seit Bestehen des Studienschwerpunktes realisiert wurden, sind:

  • Vorbereitung von Schülerinnen und Schülern auf das Sozialpraktikum. Motivation junger Männer für soziale Berufe (in Kooperation mit der Katholischen Schule Liebfrauen in Berlin-Charlottenburg)
  • Mädchen erobern ihren Kiez. Und: Starke Mädchen im Rollbergkiez. Sozialraumorientierte Projekte mit Mädchen aus dem türkisch-arabischen Kulturkreis (in Kooperation mit MaDonna e.V. Berlin-Neukölln)
  • Geschlechterbewusste Pädagogik an Grundschulen. Ein interkulturelles Projekt zu Geschlechterrollen und Sexualität (in Kooperation mit der Otto-Wels-Grundschule in Berlin-Kreuzberg)
  • Betreutes Wohnen für männliche Jugendliche. Ein Konzept zur geschlechterbewussten Sozialen Arbeit in der Jugendhilfe (in Kooperation mit Dissens e.V. Berlin-Marzahn)
  • Sexualität älterer Männer und Frauen im Pflegewohnheim. Die sozialpädagogische Begleitung älterer Menschen im Pflegewohnheim (in Kooperation mit dem Dr. Harnisch Haus in Berlin-Friedrichshain)
  • Beratung von Männern zu Erwerbsarbeit und Biographie. In Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt Work Changes Gender (in Kooperation mit Dissens e.V. Berlin-Marzahn)
  • Ökotechnik für Frauen an einer Hochschule für Sozialwesen. Ein Forschungsprojekt zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur (in Kooperation mit Life e.V.  Berlin-Mitte)
  • Neue Wege für Jungs. Ein Konzept zur Berufsorientierung von Jungen in Sozialberufen (in Zusammenarbeit mit verschiedenen weiterführenden Schulen)

 

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(Zum Vergrößern auf die Fotos klicken!)