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"Wissenschaft ist International"

Stellungnahme der RKHD zu aktuellen politischen Entwicklungen: Kritik gegen antiwissenschaftliche Politik und gegen Diskriminierung


Die Mitglieder der Rektorenkonferenz der kirchlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften Deutschlands (RKHD) kritisieren die aktuellen politischen Entwicklungen, die den internationalen Charakter von Wissenschaft gefährden. Die RKHD wendet sich damit gegen das Vorhaben des US-Präsidenten Donald Trump, Menschen aufgrund ihrer Herkunft die Einreise in die USA zu verweigern sowie politisch unliebsame Forschungsbereiche finanziell zu kürzen.

Die RKHD schließt sich dabei der Stellungnahme der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und weiterer führender Wissenschaftsinstitutionen Deutschlands vom 03. Februar 2017 an: Wissenschaft ist international und muss international bleiben. In der Stellungnahme der HRK heißt es: „Zuverlässigkeit und Planbarkeit ihrer sozialen Rahmenbedingungen sind für internationale Wissenschaft und Forschung unabdingbar. Der durch das Dekret eingeschlagene Weg der Abschottung hat derzeit noch unabsehbare, aber in jedem Fall weitreichende Folgen über die Wissenschaftsnation USA hinaus. Gerade in Zeiten internationaler Krisen ist die Wissenschaft ein wertvolles zwischenstaatliches Bindeglied, welches dringend erhalten werden muss. Die deutschen Wissenschaftsorganisationen appellieren daher an die US-Regierung, das Einreiseverbot umgehend zurückzunehmen. Selbstverständlich unterstützen die Organisationen ihre von dem Dekret betroffenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie ihre amerikanischen Kooperationspartner.“

Mit Besorgnis und als Gefahr für die Wissenschaft sieht die RKHD daher jene aktuellen politischen Entwicklungen in den USA sowie auch in europäischen Staaten wie der Türkei, Polen oder Ungarn. Prof. Dr. Ralf-Bruno Zimmermann, Vorsitzender der RKHD und Präsident der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin zeigt sich überdies besorgt darüber, dass durch das Dekret des Präsidenten der USA die Bevölkerung ganzer Länder aufgrund ihrer Religion bzw. ihres Glaubens in Geiselhaft genommen würden, um angeblich dadurch die Gefahr islamistischer Terroranschläge zu bannen.