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"Die Stadt mitgestalten"

Zukunftsweisendes Wohnprojekt in Grünau: Veranstaltung am 07.07.2017 zur Kooperationsvereinbarung


Das ehemalige Betonwerk in Grünau mit einer Gesamtfläche von etwa 300.000 Quadratmetern wird kaum genützt. Das wollen die Berliner Bürgerplattformen ändern: Kann nicht angesichts der großen Wohnungsnot in Berlin diese Fläche für bezahlbares Wohnen und soziales Miteinander genützt werden? Die Berliner Bürgerplattformen haben es geschafft, eine Kooperationsvereinbarung mit dem Besitzer des Grundstücks Antonio Samos zu schließen, gemäß deren die Fläche für den Bau von Wohnungen mit einem ausgeprägten gemeinwohlorientierten Charakter verwendet wird.

Die Berliner Bürgerplattformen verdanken vieles von ihrem Erfolg Prof. Dr. Leo Penta, der die Praxis von Community Organizing aus Brooklyn nach Berlin gebracht hat. Prof. Dr. Penta ist der Leiter des Deutschen Instituts für Community Organizing (DICO) der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin – vom DICO und von Prof. Penta haben viele Akteurinnen und Akteure der Berliner Bürgerplattformen sehr vieles gelernt. Das wurde im Rahmen der Veranstaltung „Die Stadt Mitgestalten“ am 07. Juli 2017 deutlich.

Die Veranstaltung verband zweierlei: Eine feierliche Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit dem Gründstückseigner und Förderern sowie eine Darstellung der Kooperation zwischen den Bürgerplattformen und der KHSB. Die ehemalige Professorin und Rektorin der KHSB, Prof. Dr. Marina Lewkowicz, sowie der ehemalige Rektor, Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl, erzählten von der Zeit, an der Prof. Dr. Penta angefangen hat, an der KHSB zu arbeiten; Prof. Dr. Ralf-Bruno Zimmermann, gegenwärtiger Präsident der KHSB, würdigte Pentas viele Verdienste, insbesondere angesichts Pentas Rentenantritt. „Der Aufbau von Beziehungen beginnt mit Personen“, sagte Prof. Dr. Lob-Hüdepohl, und Penta kenne sich hervorragend damit aus, Personen miteinander konstruktiv ins Gespräch zu bringen.

"Beziehungen, Beziehungen, Beziehungen!" – Leo Penta habe die Wichtigkeit dieses Spruches den Bürgerplattformen beigebracht, sagte Elke Schilling von der Bürgerplattform Wedding-Moabit. Jonathan Lang, Senior Organizer aus den USA, betonte, Leo Penta sei ein „Evangelist des Engagements“ und schilderte die spirituelle Dimension von Community Organizing. „Ein Stern“ sei Prof. Penta, sagt Selcuk Saydam, ein Mitglied der Bürgerplattform und Student der KHSB, indem er Pentas orientierende Funktion bei der Arbeit an der Gemeinwohlgestaltung lobte.

Prof. Leo Penta steht jedoch ungern im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Er wies dezidiert auf die Kooperation von vielen Akteurinnen und Akteuren. Für etwas besonders möchte er sich einsetzen: Für den Aufbau des echten Wir-Seins, das heutzutage bedroht zu sein scheint. „Nun stärke unsere Hände!“ für die Arbeit, sagte Penta, auf das biblische Buch Nehemiah bezugnehmend. Es folgte ein schöner ökumenischer Gottesdienst und – nach kurzen Unterbrechung durch einen kräftigen Wolkenbruch – ein gemeinsames „pot luck“ Abendessen und buntes Programm an Unterhaltung, bei dem viele ehemalige Studierende der KHSB sowie Freunde und Unterstützer bei offener Bühne gesungen und getanzt haben.

Über die Veranstaltung wurde in der Abendschau des Senders „rbb“ Opens external link in new windowhier berichtet.