• Senden
  • Drucken

Hinweise zum berufsbegleitenden Studieren

In einem berufsbegleitenden (bbgl.) Studium können das Wissen der Berufspraxis und das Wissen der Wissenschaft gezielt miteinander verbunden werden. Theoriegeleitete Erkenntnisse werden auf die komplexen Erfordernisse praktischen Handelns bezogen. So können sich Studierende außerhalb des Berufsalltags vielseitig anregen lassen und sind zudem gefordert, die zusätzlichen Herausforderungen konkret in den Blick zu nehmen und zu meistern. Damit daraus keine individuelle Zerreißprobe wird, möchte die KHSB jede_n einzelne_n Studierende_n beim Gelingen des Studiums unterstützen und begleiten. Die Absolvent_innen bbgl. Bachelor-Studiengänge an der KHSB haben in einer Online-Befragung im Sommersemester 2012 mit 98% bestätigt, dass sie ihr Studium so wieder absolvieren würden. Vier von fünf würden wieder an der KHSB und fast 70% den gleichen Studiengang studieren. Auf die Frage wie zufrieden die Studierenden mit Ihrem bbgl. Studium insgesamt waren, zeigte sich folgendes Bild:

 

Fragen, auf die bbgl. Studierende häufig Antworten suchen und auch finden können:

Opens internal link in current windowWie kann ich Studium, Beruf und Privates vereinbaren? Woher nehme ich die Zeit zum Studieren?

Opens internal link in current windowWie finanziere ich mein Studium?

Opens internal link in current windowWie geht es anderen mit dem Studium?

Opens internal link in current windowWer studiert eigentlich berufsbegleitend?

 

 

Wie kann ich Studium, Beruf und Privates vereinbaren?Woher nehme ich die Zeit zum Studieren?

Ein Studium neben dem Beruf und dazu auch noch das Privatleben – ein Bündel an Herausforderungen, die es zu koordinieren gilt. Häufig ist die Zeit bzw. das Fehlen von Zeit ein drängender Faktor für bbgl. Studierende. Daher wird seitens der Hochschule empfohlen, nicht mehr als 20-30 Stunden pro Woche erwerbstätig zu sein. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass sich in Absprache mit Arbeitgeber_innen noch zusätzliche Spielräume aushandeln lassen, bspw. durch flexible Dienstplanregelungen, die mit den Präsenzzeiten des Studiums abgestimmt werden. Der Anspruch auf Teilzeitarbeit bspw. ist geregelt unter Opens external link in new window§ 8 TzBfG und unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • Beschäftigung seit mindestens sechs Monaten bei dem/der Arbeitgeber_in,
  • der/die Arbeitgeber_in beschäftigt mehr als 15 Arbeitnehmer und
  • der Antrag auf Arbeitszeitverkürzung ist mindestens drei Monate vor dem Beginn der Teilzeitarbeit bei der/dem Arbeitgeber_in eingereicht.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann der Arbeitgeber den Antrag nur aus betrieblichen Gründen ablehnen. Weitere Informationen finden Sie in der Opens external link in new windowBroschüre zur Teilzeitarbeit des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Zudem haben alle Berliner Arbeitnehmer_innen Anspruch auf Bildungsurlaub. Bildungsurlaub kann erstmalig nach 6-monatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses in Anspruch genommen werden und einen Umfang von 10 Tagen innerhalb von zwei Jahren umfassen. Einblick in die Regelungen bspw. des Opens external link in new windowBerliner Bildungsurlaubsgesetzes auf Berlin.de oder für Opens external link in new windowBrandenburg auf den Seiten des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport.

Wie finanziere ich mein Studium?

Zentral ist häufig die Frage nach der Finanzierbarkeit eines Studiums. Die Kombination zwischen Erwerbstätigkeit und einem berufsbegleitenden Studium deckt meist einen Großteil der Kosten. Dennoch können Lücken der Finanzierung auftreten. In diesem Fall gibt es einige Förderungsmöglichkeiten, wie bspw. die Bildungsprämie. Sie unterstützt Erwerbstätige mit einem Einkommen bis 20.000 Euro (40.000 bei Verheirateten) mit dem Prämiengutschein – oder dem Bildungssparen. Informationen dazu gibt es auf der Seite Opens external link in new windowbildungspraemie.info, des Ministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Ein Studium durch ein Stipendium zu ermöglichen ist auch bbgl. eine Option. An berufserfahrene Personen richtet sich bspw. die Studienförderung des BMBF, das Aufstiegsstipendium. Wer berufsbegleitend studiert, kann mit 2.000 Euro pro Jahr gefördert werden. Voraussetzungen für die Bewerbung sind unter anderem eine abgeschlossene Berufsausbildung (explizit auch in sozialen- und gesundheitsspezifischen Bereichen) sowie Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren. Informationen finden Sie unter Opens external link in new windowaufstiegsstipendium.de. Die Einreichung der Bewerbungen für die erste Förderung 2015 erfolgt online vom 21. Oktober 2014 bis 12. Januar 2015 (s. dazu auch Opens external link in new windowaktuelle Termine).

Auch das Deutschland-Stipendium ist für Studierende in bbgl. Studiengängen möglich. Die Unterstützung von 300 €monatlichwerden für ein Jahr gezahlt. Danach ist eine Neubewerbung um ein weiteres Jahr möglich. Die KHSB hat bereits Erfahrungen dazu gesammelt und Opens external link in new windowbietet dazu Beratungen an.

Studienkosten könnten grundsätzlich auf zwei Arten steuerlich abzugsfähig sein: als „Sonderausgaben“ oder als „Werbungskosten“. „Sonderausgaben“ können nur in dem Jahr berücksichtigt werden, in dem sie entstehen. „Werbungskosten“ hingegen können auch in anderen Jahren als der Entstehung steuerlich abgezogen werden. Handelt es sich um ein Erststudium, so können Studierende, die vorab eine Berufsausbildung absolviert haben, die kompletten Studienkosten z.B. ggf. steuerlich als Werbungskosten geltend machen (BFH-Urteil vom 18.06.2009, Az. VI R 14/07). Opens external link in new windowInfos dazu bspw. hier.

Für den Fall, dass der/die Arbeitgeber_in die Weiterqualifizierung über ein Studium ideell unterstützt, könnte zudem in einem persönlichen Gespräch ausgelotet werden, ob auch eine finanzielle Förderung z.B. die Übernahme der Semesterbeiträge möglich ist.

Wie geht es anderen mit dem Studium?

Was denken eigentlich die Kommiliton_innen, also die Mitstudierenden aus bbgl. Studiengängen? Der spannenden Aufgabe, die häufig routinierte Berufstätigkeit erfolgreich mit einem erstmal ungewohnten Studium zu verbinden, stellen sich immer mehr Menschen. Welche Erfahrungen sammeln sie und welche nützlichen Hinweise zum Gelingen können sie geben.

Erfahrungsberichte von Studierenden auf Opens external link in new windowberufsbegleitend-studieren.de und Berichte von Studierenden, die nicht durch das Abitur, sondern über ihre Berufsqualifizierung ein Studium aufnehmen konnten auf Opens external link in new windowstudieren-ohne-abitur.de.

Ein unmittelbarer Austausch mit Kommiliton_innen (auch anderer Hochschulen), die sich als nicht-traditionell-Studierende begreifen – im Sinne von neben dem Studium berufstätig sein oder auch ohne Abitur an der Hochschule studieren -  kann auf Opens external link in new windowstudieren-ohne-abitur.de über facebook.com oder themenspezifisch über den Opens external link in new windowPONTS-Blog eingegangen werden.

Bei der Entscheidung, ein bbgl. Studium zu beginnen oder weiterzuführen, stehen Sie oft allein. Wenn Fragen und Zweifel aufkommen, ist es gut, sich mit anderen auszutauschen, die in einer ähnlichen Lage sind oder waren. Nutzen Sie daher die oben genannten Portale oder suchen Sie ganz direkt den Austausch mit Ihren Mitstudierenden oder den Lehrenden an der Hochschule.

Wer studiert eigentlich berufsbegleitend?

Die Zahl beruflich qualifizierterStudienanfänger_innen ist in Berlin besonders hoch. Das hat u.a. damit zu tun, dass hier erweiterte Zugangsmöglichkeiten geschaffen wurden, von denen sowohl Personen mit hochstufigen Berufsbildungsabschlüsse, aber auch Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung und mehreren Jahren Berufspraxis profitieren. Die genauen rechtlichen, länderspezifischen Rahmenbedingen finden Sie auf Opens external link in new windowstudieren-ohne-abitur.de

Eine Übersicht über Fragen wie bspw. wer studiert bbgl. und worauf kommt es bei einer solchen Weiterqualifizierung an sowie eine bundesweite Übersicht zu bbgl Studiengängen ist unter Opens external link in new windowstudieren.de einsehbar.

 

 

 

 

 

 

Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert.

Gefördert vom

  •  

     

    Opens internal link in current window