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PencilPot

PencilPot ist eine Access-basierte Anwendung zur Dokumentation von Klientenkontakten und -informationen. Diese wurde speziell für die Anforderungen der Beratungsstelle des ISG entwickelt und programmiert.
Im Schwerpunktseminar "Gesundheit" des Studiengangs "Soziale Arbeit" haben die drei Studenten Ingolf Tietz, Felix Warkentin und Martin Moldenhauer im Winter- und Sommersemester 2010/11 ein Konzept für ein neues Dokumentationssystem präsentiert. Grundlage für dieses Konzept war das bisherige System, die fachliche Auseinandersetzung mit Beratung und Dokumentation und die Wünsche und Anregungen der zu der Zeit aktiven Berater. Aus diesen Informationen wurde schnell klar, dass zum Einen ein umfassendes und detailliertes Dokumentationssystem gewünscht war, welches zugleich aber auch allgemeingehaltene Informationen zu einem Klienten erfassen kann, zusätzlich Elemente der Sozialen Diagnostik enthält und außerdem Möglichkeiten bietet verschiedenste Daten für Forschungsfragen aufzubereiten.
Nachdem bereits existierende Dokumentations-Software in Demo-Versionen getestet wurden, und die Beratung einer IT-Firma, die Software für soziale Organisationen vertreibt, hinzugezogen wurde, wuchs zudem die Erkenntnis, dass eine Anwendung mit diesen Anforderungen nicht existiert. Daher wurde Martin Moldenhauer vom ISG beauftragt, das zuvor entwickelte Konzept umzusetzen. Es entstand eine umfassende Anwendung, genannt PencilPot, welche sich seit September 2012 in der Testphase befindet und diese noch bis Ende März 2013 anhält. Danach soll sie im laufenden Betrieb vollständig eingesetzt werden.

Funktionsumfang von PencilPot:

1. Administrative Funktionen

  • Benutzerverwaltung (Administrator, Berater, Forscher...)
  • Klientenzuweisung
  • Interne Mailbox
  • Zugriffssteuerung auf Klientendaten
  • Verknüpfung mit häufig genutzten Internet-Seiten
  • Klientenübersicht
  • Eingebettete Formulare (z.B. Einwilligung zur Datenspeicherung, Schweigepflichtsentbindung)

2. Klientenakte

  • Kurzübersicht (alle wichtigen Daten auf einem Blick)
  • Stammdaten (mit Informationen zur Adresse, Familie, Arbeit, Wohnung, Biografie, Zugangsdaten und weiteres)
  • Verlaufsdokumentation
  • Gesundheitsinformationen (mit ICD-X-Diagnosen, Einschätzung der Behinderung nach SGB-IX, Medikation, Einschätzung der Compliance nach der Morisky-Skala und weiteres)
  • Interventionsplanung (mit S.M.A.R.T.-Planung, Interventions-Assessment, Inklusions-Chart 2, Netzwerkkarte und weiteres)
  • Kommunikation (mit Verwaltung von Drittkontakten, speichern eingescannter Dokumente und weiteres)

Link zu Prezi

 

 

PencilPot - Anmeldefenster
PencilPot - Hauptmenü
PencilPot - Klientenakte - Ansicht: Adresse
PencilPot - Klientenakte - Ansicht: Verlauf
PencilPot - Klientenakte - Ansicht: Netzwerkkarte

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Teilhaberadar

Der vorliegende Text ist die Abschlussarbeit von Martin Moldenhauer aus dem Bachelor-Studiengang "Soziale Arbeit" an der KHSB 2012. Thema ist das sog. Teilhaberadar: ein Verfahren zur Auswertung von sozialdiagnostischen Instrumenten. Dieses wird in dieser Arbeit von Grund auf neu entwickelt.
Es wird in dieser Arbeit angenommen, dass sich Instrumente der sozialen Diagnostik in der nächsten Zeit weiter in der Profession durchsetzen werden. Diese sind aber oft unverständlich für angrenzende Professionen und müssen in Hinsicht auf die Zusammenarbeit verständlich aufgearbeitet werden. An diesem Punkt setzt die Arbeit an und versucht eine Sprache zu entwickeln, mit der sich die Soziale Arbeit einerseits auf die benachbarten Wissenschaften zugeht und sich selbst verständlich macht, indem sie ihre Ergebnisse in vorhandene Kategoriensystem übersetzt, und sich andererseites klarer abgrenzen kann von benachbarten Wissenschaften, indem sie ihren Arbeitsbereich konkret benennt. Dabei stehen Begriffe wie "funktionale Gesundheit", "Teilhabe" und "Interventionsprozess" im Mittelpunkt der Überlegungen.
In der aktuellen Version dieser Ünberlegungen werden für die Erhebung der Informationen das "Inklusions-Chart 2" und die "Netzwerkkarte" genutzt, welche beide von Peter Pantucek in seinem Buch "Soziale Diagnostik" vorgestellt werden. Die gemeinsame Sprache stellt die "Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit" zur Verfügung. Um die Ergebnisse ordentlich darzustellen, wird das Spinnennetzradar und die dazugehörigen SMOP-Wert-Berechnung genutzt.
Im Folgenden stehen Links zu der Arbeit im Volltext, einer Präsentation auf www.prezi.com und einem Beispielbild des Teilhaberadars zur Verfügung. 

                                                                                                            

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Soziale Diagnostik in der Begleitung von Menschen mit chronifizierten Suchterkrankungen

Dieses Pilotprojekt wurde von 2009 bis 2010 in der Psychosozialen Beratungsstelle der KHSB durchgeführt. In diesem Projekt wurden Menschen mit chronifizierten Suchterkrankungen begleitet, bei denen das Auftreten von transdisziplinären Problemlagen charakeristisch ist. Hierbei dienten einzelne ausgewählte Verfahren der Sozialen Diagnostik dazu, die disziplinübergreifenden Problemlagen evident zu visualisieren und analysieren, um daraus speziell auf den/die Adressaten/Innen abgestimmte Interventionspläne zu entwickeln. Diese Methode ermöglicht es die differenten Problemlagen und Ressourcen aufzuschlüsseln sowie die Komplexität zu reduzieren und eröffnet somit lösungsorientierte Ansatzpunkte für die beratende Tätigkeit. So konnten z.B. die Krankenhausaufenthalte eines Adressaten im Projekt von 153 im Vorjahr auf neun im begleitenden Jahr gesenkt werden und damit der Hospitalisierung entgegenwirkt werden. Mittlerweile werden die Verfahren von und auch in anderen Settings und mit anderen heterogenen Gruppen erprobt und angewendet. Die Verfahren werden immer in Partizipation mit den Adressaten/Innen verwendet, so dass aus dieser Notwendigkeit z.B. eine Visualisierung der Inklusion Charts 3 von Peter Pantucek entstand. Auch haben wir im Forschungsprojekt "Geschlossene Unterbringung von psychsich und /oder suchtkranken Menschen, eine Erhebung in Berlin" erfolgreich das Inklusion-Chart zur Produktion aggregierte Daten genutzt. Für die begleitende Unterstütztung entwickelten wir ein Beobachtungstool mit dem Arbeitsnahmen Dramaturgie. Dieses enthält abgesehen von standardisierten Kategorien auch die Möglichkeit individuelle Bereiche zu beobachten.

Eine genaue Beschreibung der Verfahren und ihrer Anwendung finden Sie unter www.pklüdtke.de

                                                                                                          

Dramaturgie
Visualisierung der Inklusion-Chart

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