Entwicklung sektorenübergreifender Versorgung älterer Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt

 

1. Themenfeld und Ziele des Projekts

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit dem Kurztitel „SEVERAM“ bezieht sich auf die Versorgung von älteren und hochbetagten Menschen – exemplarisch in der Landeshauptstadt Potsdam. Eine Besonderheit der dortigen Versorgungsstruktur ist, dass sich ein Netzwerk „Älter werden in Potsdam“ formiert hat, dem viele relevante Einrichtungen und Akteure angehören, die faktisch oder potenziell mit der Versorgung von älteren Menschen betraut sind. Die Netzwerkpartner haben sich verpflichtet, die Maxime der Beachtung des Selbstbestimmungsrechts und der Sicherstellung der sektorenübergreifenden Versorgung zu realisieren.

Ein Ziel des Projekts ist es, nach der Evaluation der Versorgungssituation älterer Menschen in Potsdam die Entwicklung und Etablierung eines systematischen und sektorenübergreifenden Versorgungsmanagements alter und hochbetagter Menschen zu realisieren. Dabei wird an die Aktivitäten des Netzwerkes „Alter werden in Potsdam“ angeknüpft und mit allen formellen und informellen Akteuren (bzw. Institutionen) das Ziel verfolgt, die Lebensqualität älterer und hochaltriger Menschen einschließlich ihrer Angehörigen durch die Implementierung geeigneter Methoden des Case Managements bzw. der Vernetzung systematisch und nachhaltig zu verbessern und vorhandene oder neue Exklusionstendenzen abzubauen.

Des Weiteren soll der Fokus durch ein ethisches Monitoring auf die Sensibilisierung und Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter des St. Josefs-Krankenhauses (Kooperationspartner) und der anderen Akteure bzgl. des Umgangs mit (sozial-)ethisch relevanten Fragen in der Pflege, Beratung, Behandlung und Betreuung älterer und hochbetagter Menschen gerichtet  werden.

 

2. Methoden

Das zum Einsatz kommende Methodenrepertoire zur Datenerhebung umfasst:

  • Experteninterviews (stationär, ambulant, verschiedene Versorgungssektoren)

  • Problemzentrierte bzw. fokussierte Interviews mit Patienten und deren sozialem Umfeld

  • Dokumentenanalyse

  • Teilnehmende Beobachtung (z. B. Hospitationen)

  • Quantitative Datenerhebung (z.B. Analyse der Daten der Krankenhausdokumentation)

  • Interventionen im Sinne der formativen Evaluation

  • Case Studies

  • Standardisierte Kurzfragebögen

  • Analyse der Krankenhausdokumentation 

  • Ethisches Monitoring

3. Volumen

Laufzeit: 1.5.2009 - 30.4.2012

Ausstattung: Zwei wissenschaftliche Mitarbeiter mit 50% RAZ, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin mit 75% RAZ (diese Mitarbeiterin ist teilweise im Sozialdienst des kooperierenden Krankenhauses tätig).

   

Projektleitung: Prof. Dr. Ralf-Bruno Zimmermann

Stellvertretende Projektleitung: Prof. Dr. Karlheinz Ortmann

 

4. Kontakt

Ulrich Binner

Tel.: 030 50 10 10 916

Ulrich.Binner(at)khsb-berlin.de

Jenny Zirnstein

Tel.: 030 50 10 10 918

Jenny.Zirnstein(at)khsb-berlin.de

Ebenso möchten wir auf die Projekthomepage unter www.severam.de verweisen.